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© Symbolbild: dpa
03.08.2017

Hat Haushaltshilfe ihre Chefin getötet und einen Brand gelegt?

Karlsruhe. Steht der Tod einer 66-jährigen Frau, die in Karlsruhe bei Löscharbeiten während eines Wohnungsbrandes leblos aufgefunden wurde, vor der Aufklärung? Am Mittwochmorgen wurde eine 61-jährige Tatverdächtige durch Beamte der Sonderkommission „Kolping“ festgenommen und dem Haftrichter des Amtsgerichts Karlsruhe vorgeführt.

Dieser setzte den von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe bereits zuvor erwirkten Haftbefehl in Vollzug. Anschließend wurde die Frau in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Beschuldigte hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern derzeit noch an.

Der 61-Jährigen wird vorgeworfen, die 66-jährige Verena Löbnitz getötet und anschließend einen Brand zur Verdeckung der Tat gelegt zu haben. Am 18 Mai brannte es in einer Wohnung an der Albtalstraße 4 in Karlsruhe. Dort wurde die 66-Jährige tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben schnell, dass sie Opfer eines Tötungsdeliktes geworden war.

Bei ihren mit Hochdruck geführten Ermittlungen hatte die 40-köpfige Sonderkommission in den vergangenen Wochen über 1300 Personen befragt und überprüft. Diese stammten aus dem Umfeld der Getöteten oder hatten einen Bezug zum Anwesen Albtalstraße 4. Die von der Kriminaltechnik in der Wohnung des Opfers akribisch gesicherten Spuren waren teilweise durch den Brand stark in Mitleidenschaft gezogen und mussten beim Landeskriminalamt in Stuttgart zeitintensiv analysiert und ausgewertet werden.

Bereits zu einem frühen Stadium der Ermittlungen geriet die Beschuldigte, die als Haushaltshilfe bei dem Opfer beschäftigt war, ins Visier der Soko „Kolping“. Im weiteren Verlauf verdichteten sich die Verdachtsmomente gegen die 61-Jährige, weshalb die Staatsanwaltschaft Karlsruhe einen Haftbefehl erwirkte.