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11.04.2009

Hat der Sohn seine Eltern und seine beiden Schwestern erschossen?

EISLINGEN. Fast wäre eine fünfköpfige Familie in der Nacht auf Karfreitag komplett ausgelöscht worden. Aber bei dem Drama in Eislingen handelt es um einen vierfachen Mord. Der 57-jährige Vater, ein Heilpraktiker, die 55-jährige Mutter, eine Lehrerin, und ihre beiden 22 und 24 Jahre alten Töchter, zwei Studentinnen, sind in ihrem Haus in verschiedenen Räumen erschossen worden. Nur der 18-jährige Sohn lebt noch – und gilt jetzt als tatverdächtig.

Der Sohn hatte am Karfreitag der Polizei gemeldet, dass er seine Familie tot in der Wohnung aufgefunden habe. Die Leichen, so die Polizei, hätten vergleichsweise viele Einschüsse aufgewiesen, wobei Mitbewohner des Hauses keine Schüsse gehört haben wollen. Da es aber keine Einbruchspuren gegeben habe, und die Wohnung auch nicht durchsucht worden sei, habe sich die Polizei im privaten Umfeld der Familie umgesehen.

Nun konzentrieren sich die Vernehmungen auf den Sohn und seinen 19-jährigen Freund, bei dem das jüngste Mitglied der Mordfamilie die Nacht verbracht haben soll. Der 18-Jährige soll Mitglied im örtlichen Schützenverein sein, aber keine eigene Waffe besessen haben. Die Tatwaffe, ein Kleinkalibergewehr, ist noch nicht gefunden worden.