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24.01.2013

Hausdurchsuchung: Heiße Spur im Fall des ermordeten Antiquitätenhändlers?

Hat die Tauberbischofsheimer Polizei eine heiße Spur im Unterbalbacher Mordfall? Ein 70-jähriger Antiquitätenhändler wurde am 19. Dezember 2012 tot in seiner Wohnung in Unterbalbach aufgefunden. Seither ermittelt eine 30-köpfige Sonderkommission mit enormem Befragungsaufwand. Am Donnerstagmorgen haben Beamte das Wohnhaus eines Verdächtigen in Bad Mergentheim durchsucht.

Viele Vernehmungen wurden bereits durchgeführt, um sowohl das persönliche als auch das berufliche Umfeld des Opfers aufzuhellen. Um weitere Hinweise zu erhalten, wurde am 8. Januar in Unterbalbach eine groß angelegte Befragungsaktion durchgeführt. Dabei konnten etwa 500 potentielle Zeugen identifiziert werden, die zwischenzeitlich von Beamten der Kripo nach sachdienlichen Angaben befragt wurden. Auf Grund der bisherigen Ermittlungsergebnisse ordnete der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Mosbach auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mosbach die Durchsuchung eines Wohnhauses in Bad Mergentheim an.

Es hatten sich Hinweise darauf ergeben, dass die Bewohner des betroffenen Hauses mit der Tat im Zusammenhang stehen könnten. Die Ermittler erhoffen sich aus der Durchsuchung vom Donnerstagmorgen Beweismittel oder Hinweise zu erlangen, welche den Verdacht einer Beteiligung an der Straftat weiter erhärten könnten. „Die Maßnahmen können jedoch auch dazu beitragen, den Vorwurf gegen die betroffenen Personen zu entkräften“, so Oberstaatsanwalt Franz-Josef Heering von der Staatsanwaltschaft Mosbach.

Im Verlauf der Durchsuchungen wurden zahlreiche Gegenstände als Beweismittel beschlagnahmt, die jetzt durch das Landeskriminalamt Baden Württemberg intensiv ausgewertet werden müssen. Die Beschuldigten wurden wegen erkennungsdienstlicher Maßnahmen zunächst zur Polizeidirektion Tauberbischofsheim verbracht. Weitere Angaben zum Stand der Ermittlungen könnten, so die Polizei, aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht gemacht werden.