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Ein Spaniel war wohl verantwortlich für einen Brand, der auch das Leben des Tieres forderte und für einen Schaden von 150.000 Euro sorgte.
spaniel © dpa
13.07.2010

Herd angeschaltet: Fresslustiger Hund löst Brand aus

WAIBLINGEN. Ein Brand in einem Dreifamilienhaus in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) hat vermutlich einen kuriosen Hintergrund: Schuld an dem Brand in der Dachgeschosswohnung am Montag soll nach Polizeiangaben ein Hund gewesen sein.

Da sich der Spaniel oft aus Fresslust am Abfall zu schaffen machte, stellte die 30-jährige Bewohnerin den Plastikmülleimer auf den Herd. Auf der Suche nach Futter sei der Hund in der Nacht an den Herd gegangen, habe ihn aus Versehen angeschaltet und den Brand des Eimers sowie einer Pfanne ausgelöst. "Die Frau schwört Stein und Bein, dass sie den Herd ausgestellt hat. Es bleibt keine andere Theorie, aber ich mache das Geschäft seit neun Jahren, und so etwas ist mir noch nicht untergekommen", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Der Beamte fügte hinzu: "Vermutlich wird sich der genaue Ablauf aber nicht klären lassen." Die sechs Bewohner des Hauses konnten sich in Sicherheit bringen, der Hund starb in den Flammen. Der Dachstuhl brannte aus, wodurch ein Schaden von 150 000 Euro entstand. Die Polizei war ursprünglich von einem Schaden von 270 000 Euro ausgegangen. Die Feuerwehr war mit insgesamt 50 Einsatzkräften vor Ort. Sie konnten ein Übergreifen auf andere Häuser verhindern.