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Im Kloster in Neresheim auf der Schwäbischen Alb ist ein bislang unbekanntes Millionen-Vermögen aufgetaucht. Ein Teil sind wahrscheinlich Spenden, aber der größere Rest lässt sich noch keiner eindeutigen Herkunft zuordnen.
Im Kloster in Neresheim auf der Schwäbischen Alb ist ein bislang unbekanntes Millionen-Vermögen aufgetaucht. Ein Teil sind wahrscheinlich Spenden, aber der größere Rest lässt sich noch keiner eindeutigen Herkunft zuordnen. © dpa
28.02.2015

Herkunft von rätselhaften Kloster-Millionen aus Neresheim teilweise geklärt

Neresheim. Nach dem Fund eines rätselhaften Millionenvermögens im Benediktinerkloster Neresheim (Ostalbkreis) ist die Herkunft vom einem Teil des Geldes geklärt. „Es ist klar nachzuvollziehen, dass die 1,4 Millionen Euro Spenden und Zuwendungen für das Kloster sind“, sagte der frühere Sprecher einer PR-Agentur, die für das Kloster die Pressearbeit machte, gegenüber der „Südwest Presse“. Und die restlichen Millionen? Geldwäsche?

Allerdings sei unbekannt, so der Ex-PR-Sprecher, warum der frühere Abt des Klosters, Norbert Stoffels, das Geld nicht offiziell über die Klosterbücher gebucht habe, sondern auf einem bis Mai 2013 unbekannten Konto in Aalen bunkerte. Vor knapp zwei Jahren waren im Nachlass des Abts zwei Konten entdeckt worden: eines in Aalen, eines in Krefeld (NRW) mit insgesamt rund vier Millionen Euro. Die Konten laufen auf das Kloster, tauchen aber laut Klosterleitung in keiner Buchführung auf.

Ein Anwalt aus Krefeld erhebt Ansprüche auf Teile des Geldes. Mehrere Gerichte haben aber gegen ihn entschieden. Die Staatsanwaltschaft Krefeld ermittelt wegen des Verdachts der Geldwäsche. Am Samstag war dort zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Das Kloster hat nach Angaben der Zeitung einen Steuerberater und einen auf Wirtschaftsrecht spezialisierten Anwalt eingeschaltet, um die Herkunft des Geldes zu klären. Die 1,4 Millionen Euro des Aalener Kontos soll nun unter anderem für die Sanierung des Ökonomiegebäudes genutzt werden, sagte der frühere Sprecher dem Blatt.