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Rund 2000 Menschen wurden aus dem EnBW-Hauptsitz evakuiert. Ein herrenloser, aber harmloser Koffer hatte den Einsatz provoziert.
Rund 2000 Menschen wurden aus dem EnBW-Hauptsitz evakuiert. Ein herrenloser, aber harmloser Koffer hatte den Einsatz provoziert. © Symbolbild: dpa
27.02.2014

Herrenloser Koffer in EnBW-Hauptsitz: 2000 Menschen evakuiert

Karlsruhe. Für kurzzeitige Aufregung hat am Donnerstagvormittag ein herrenloser Koffer bei der EnBw an der Durlacher Allee gesorgt. Um 11.15 Uhr fiel das Gepäckstück, das möglicherweise schon einige Zeit im Eingangsbereich stand, auf. Das Gebäude wurde in Absprache mit der Polizei über die Badenwerk- und die Gerwigstraße evakuiert. Die beim Landeskriminalamt in Stuttgart angeforderten Delaborierer mussten sich jedoch nicht der Gefahr einer möglichen Bombenexplosion aussetzen.

„Die 2000 Betroffenen verhielten sich vorbildlich, weshalb die Räumung geordnet, ruhig und zügig vonstatten ging“, meldet die Polizei eine perfekte Evakuierung. Während der Maßnahme wurde die Durlacher Allee stadteinwärts gesperrt, was zu kleineren Umleitungsproblemen führte. Stadtauswärts lief der Verkehr problemlos weiter. Die Badenwerk- und die Gerwigstraße waren von der Sperrung ebenfalls betroffen.

Wie in solchen Fällen üblich, wurden in Stuttgart Delaborierer angefragt, die zum Beispiel auch am 21. Februar nach Karlsruhe kamen, um einen herrenlosen und letztlich harmlosen Koffer zu röntgen, der nur 50 Meter vom Bundesverfassungsgericht entfernt platziert wurde und mitten im dicksten Feierabendverkehr für eine großräumige Sperrung des Gericht-Umfelds führte. Im Falle des EnBW-Koffers mussten die Bombenexperten jedoch letztlich nicht ausrücken, denn schon um 11.35 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Der Eigentümer des Koffers hatte sich inzwischen gemeldet. Nach ersten Informationen soll er Teil einer Besucher des Unternehmens gewesen sein. So konnten rasch sämtliche Einschränkungen aufgehoben werden.