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17.06.2009

Hilda-Schüler geben Rülke gutes Abschlusszeugnis

PFORZHEIM. Eigentlich sind sie es, die benotet werden: Die Schüler des Pforzheimer Hilda-Gymnasiums. Am Mittwoch durften sie einmal selbst bewerten: Einen Tag, nachdem Hans-Ulrich Rülke zum Fraktionsvorsitzenden der FDP im baden-württembergischen Landtag gewählt wurde, hat PZ-news die Schüler des Pforzheimer Hilda-Gymnasiums über ihren scheidenden Lehrer befragt: Was ist Rülke als Lehrer eigentlich für ein Typ?

Er ist sehr streng, aber gleichzeitig auch kompetent und fair – so die fast einhellige Meinung der Zwölftklässler, die er in Gemeinschaftskunde unterrichtet. Ein Unterricht streng nach bestimmten Regeln, Hausaufgaben müssen gemacht werden ohne faule Ausreden – das ist genauso geradlinig, wie er auch in der Politik von einem Amt zum nächsten aufsteigt. Engagement und Entschlossenheit werden ihm nachgesagt. Und so scheint Rülke auch als Lehrer gewirkt zu haben.

Merkt man auch im Unterricht, dass man einen Politiker vor sich stehen hat? „Manchmal hat man den Eindruck, er müsse sich gar nicht speziell auf den Unterricht vorbereiten, weil er so viel weiß und sich das bei Bedarf einfach aus dem Ärmel schütteln kann“, berichtet ein Schüler. Ein anderer Schüler charakterisiert Rülke so: „Der hat so viel Wissen, schon alleine das genügt, um sich unter den Schülern Respekt zu verschaffen.“

Seit 1993 ist Rülke Lehrer am Pforzheimer Hilda-Gymnasium. Auch unter seinen Kollegen genießt er einen guten Ruf. „Er ist sehr korrekt und immer wieder kommt es zum Beispiel in Konferenzen vor, dass er verschiedene Diuskussionen mit markanten, treffsicheren Sätzen abschließt“, meint Kollegin. Dass Rülke seinem neuen Amt gut gewachsen sein wird, das glauben Schüler und Kollegen. Und sie trauen ihm auch zu, dass er es in der Politik noch weit bringen kann.

Hat er auch negative Charaktereigenschaften? Am Tag nach seinem großen Erfolg fällt hierzu keinem seiner Schüler etwas ein. Doch vielleicht liegt dieses mangelhafte Erinnerungsvermögen auch daran, dass die Schüler noch auf etwas warten: Die Korrektur der letzten Klassenarbeit.