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© dpa
20.07.2016

Hitze im Südwesten bringt Gewitter mit

Hoch «Burkhard» hat Sonnenschein und Hitze nach Baden-Württemberg gebracht. Bereits am frühen Nachmittag lagen die Werte mancherorts bei mehr als 35 Grad, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Mittwoch sagte. Spitzenreiter war demnach zunächst die Stadt Waghäusel im Norden des Landes mit 35,3 Grad. Der bisherige Jahreshöchstwert in Baden-Württemberg wurde am 23. Juni in Obersulm-Wildbach mit 35,7 Grad gemessen. Den Meteorologen zufolge könnte dieser Wert möglicherweise am frühen Abend aber noch geknackt werden.

Bis zu 37 Grad könnten demnach möglicherweise noch erreicht werden. Nach DWD-Angaben läge der Südwesten damit bundesweit ganz vorn. «Aber es könnte eine knappe Geschichte werden», sagte Simon Trippler vom DWD. Auch für die Pfalz sei mit Rekordtemperaturen zu rechnen.

Von Westen nähert sich allerdings schon ein Tief: In der Nacht zum Donnerstag ist mit stürmischen Gewittern, Regen und niedrigeren Temperaturen zu rechnen. Die bislang bundesweit höchste Temperatur des Jahres mit 36,4 Grad wurde am 24. Juni an der Wetterstation Berlin-Kaniswall gemessen.

Die Hitze hat neben Gewittern allerdings auch hohe Ozonwerte im Gepäck. Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) warnte vor erhöhten Werten im Land. Demnach könnten sie am Nachmittag über den Schwellenwert von 180 Mikrogramm Ozon je Kubikmeter Luft steigen.

Im Stuttgarter Landtag war es indes so heiß, dass die Abgeordneten bei der Plenarsitzung zumindest eine Hülle fallen lassen durften. Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) erlaubte den Herren am Nachmittag, ihre Sakkos auszuziehen. Das wurde von den männlichen Parlamentsmitgliedern mit Applaus begrüßt. Als Hinweis für die Frauen fügte Aras aber hinzu: «Bitte die Schultern weiter bedeckt halten.»