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Eine Familie mit zwei Kindern ist bei dem Unfall in der Nacht auf Montag auf der A5 gestorben. © dpa
30.10.2012

Horror-Unfall: Gutachter soll Geschwindigkeit klären

Baden-Baden. Nach dem Unfalltod einer Familie auf der A5 bei Baden-Baden ist der genaue Ablauf des schrecklichen Geschehens weiter unklar. Nach PZ-Informationen soll ein Gutachter den Unfall rekonstruieren und klären, ob der 52-jährige Unfallverursacher, dessen Auto die Familie nach dem Aussteigen wahrscheinlich erfasste, möglicherweise viel zu schnell unterwegs war.

Bildergalerie: Auto zerrissen: Familie mit zwei Kindern stirbt auf der A5.

Gegen den 52-Jährigen, der mit seinem Wagen in das Auto der Familie fuhr, ermittelt die Justiz wegen fahrlässiger Tötung. Eine Obduktion der Opfer soll unter anderem Aufschluss darüber geben, ob möglicherweise noch andere Fahrzeuge beteiligt waren. «Alles ist noch völlig ungeklärt», sagte am Dienstag ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Nach bisherigen Erkenntnissen waren drei Autos in das hauptsächliche Unfallgeschehen verwickelt. Zunächst fuhr vermutlich der Wagen der Familie aus Stuttgart auf ein Auto auf. Die Polizei nimmt an, dass Eltern und Kinder daraufhin ausgestiegen waren und vom Auto des 52-Jährigen aus dem Raum Karlsruhe erfasst wurden. Der 47 Jahre alte Familienvater, die 46-jährige Mutter und die Zwillinge im Alter von acht Jahren hatten keine Chance. Sie starben noch an der Unfallstelle.

Dass bei schweren Auffahrunfällen eine fahrlässige Tötung geprüft wird, sei «fast die Regel», erläuterte ein Behördensprecher. Ein Gutachter versucht nun unter anderem anhand von Gewebe- und Bremsspuren, den Unfallhergang herauszufinden. «Einzelne Aspekte können möglicherweise nie aufgeklärt werden», meinte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Denn in den Unfall waren ihm zufolge noch weitere Autos verwickelt. Ob die Opfer alle schon beim Aufprall des Geländewagens starben, soll nun auch die Obduktion klären.

Für die Helfer bot sich nach dem Unfall ein Bild des Schreckens: Das Auto der Familie war durch die Wucht des Aufpralls in mehrere Teile zerrissen worden, die Autobahn glich einem Trümmerfeld. Bei dem Geländewagen wurde die Frontpartie eingedrückt. Der 52 Jahre alte Fahrer kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus.

Die Polizei hofft auf weitere Zeugen zum Unfallhergang - und auch, dass sich ein Sattelzug-Fahrer meldet, der am Unfallort gehalten haben und dann weitergefahren sein soll.

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