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Foto: Symbolbild © dpa
08.07.2016

Hubschrauber durchtrennt Hochspannungsleitungen: 130.000 Euro Schaden und Stromausfall

Ludwigsburg. Weil er von der Sonne geblendet wurde, übersah ein Hubschrauberpilot am Freitagmorgen zwischen Benningen und Freiberg mehrere Hochspannungsleitungen und durchtrennte sie mit den Rotorblättern seines Helikopters. Die Folge: 130.000 Euro Schaden, Stromausfall in mehreren Gemeinden und die Einstellung des Schiffsverkehrs auf dem Neckar.

Der 49-jährige Hubschrauberpilot war auf einem genehmigten Flug unterwegs und spritzte Weinberge. Er erkannte die über dem Neckartal gespannten Hochspannungsleitungen zu spät und durchtrennte mit den Rotorblättern vier jeweils rund 280 Meter lange Kabel. Trotz der beschädigten Rotorblätter konnte der 49-Jährige den Hubschrauber in einem Industriegebiet sicher landen und blieb unverletzt.

Infolge des Unfalls kam es in Benningen und Teilen von Freiberg und Pleidelsheim zu einem Stromausfall. Durch Netzumschaltungen und den Einsatz von Notstromaggregaten konnte das zuständige Energieversorgungsunternehmen alle Kunden bereits nach 30 Minuten wieder mit Strom versorgen. Die Reparatur der betroffenen Leitungen wurde indes veranlasst.

Die gekappten Kabel fielen zum Teil in den Neckar – deshalb musste der Schiffsverkehr im betroffenen Bereich zeitweise eingestellt werden. Erst nachdem die Kabel geborgen waren, konnte der Verkehr wieder freigegeben werden. Nach Auskunft des Schifffahrtsamtes hatte die Sperrung jedoch keine Auswirkungen auf den Schiffsverkehr.

Die Ermittlungen der Polizei und der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen dauern an.