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Ebbi bei der erkennungsdienstlichen Behandlung.
Ebbi bei der erkennungsdienstlichen Behandlung. © Bundespolizei
09.08.2017

Hund macht sich ohne Ticket mit der S-Bahn auf Reisen

Mannheim. Ein äußerst ungewöhnlicher Schwarzfahrer ist der Bundespolizei in Mannheim am Mittwochvormittag überstellt worden. Zwei junge Frauen gaben eine Hundedame bei den Beamten ab, die sie kurz zuvor in der S-Bahn von Heidelberg nach Mannheim aufgefunden hatten.

Da weit und breit kein Herrchen ausfindig gemacht werden konnte, entschlossen sie sich, den aufgeweckten Vierbeiner in Obhut zu nehmen.

Die neugierige Hündin begeisterte sofort alle Kollegen und forderte einige Streicheleinheiten ein. Nach kurzer Zeit konnte auch der Besitzer ausfindig gemacht werden, der seine Hundedame schon sehr vermisste. Als er seine Ebbi auf der Dienststelle abholte, war die Freude auf beiden Seiten sichtlich groß.

Der Besitzer teilte den Beamten mit, dass seine Hündin daheim weggelaufen sei, als Handwerker die Haustüre offen ließen. Vom alten Wohnort in Berlin war sie das Bahnfahren gewöhnt. Als sie die S-Bahn vor ihrer Haustüre sah, entschied sie sich, einen Ausflug zu machen.

Glücklicherweise blieb die hübsche Dame im Zug nicht lange unbemerkt. Auf eine Anzeige wegen Erschleichen von Leistungen wurde nach Angaben der Polizei verzichtet.

Die Größenmessung im Rahmen der erkennungsdienstlichen Behandlung nahm sie kooperativ hin. Ebbi war einsichtig und gab bellend zu verstehen, dass sie in Zukunft nicht mehr ohne Fahrkarte mit der Bahn fahren wird.