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© Symbolbild: dpa
01.04.2018

Hundehasser verteilt mit Nägeln gespickte Wurstköder

Karlsruhe. Vorsicht beim Gassi gehen in Karlsruhe: Ein Unbekannter hat über Ostern im Stadtteil Oberreut gefährliche Fallen für Hunde am Straßenrand ausgelegt.

Mindestens sieben mit Nägeln gespickte Wurstköder verteilte der Hundehasser entlang einer Straße, die von einer Halterin beim Ausführen ihres Vierbeiners gefunden wurden, wie die Polizei am Ostersonntag mitteilte. Die etwa drei Zentimeter langen Nägel seien sichtbar, da sie teilweise aus den Wurststücken herausragten, schrieben die Beamten. Die Polizei rief Hundehalter nach dem Fund am Samstag zur Vorsicht auf und hofft nun auf Zeugenhinweise.

Tierhasser und Giftköder in der Region

Ende Februar dieses Jahres ist in Knittlingen ein Kater verendet. Die Nieren des Tieres seien beidseitig angeschwollen, sagte damals der Tierhalter. An der ungewöhnlich weißen Nasenspitze habe er gut sehen können, dass mit seinem Kater etwas nicht stimmte. Der Verdacht auf einen Giftköder lag nahe.

Anfang Februar 2018 liefen Hunde- und Katzenbesitzer aus Engelsbrand-Grunbach und Umgebung im Internet Sturm. Es ging um Giftköder, die am Gaisackerweg auf mehreren Feldern ausgelegt worden sein sollen. Mehrere Tiere hätten laut einer Facebook-Nutzerin die vergifteten Leckerli schon geschluckt. Eine Frau berichtete in dem sozialen Netzwerk, dass ihre Katze verendet sei. Der Polizei sind zwei Fälle bekannt, bei denen beide Vierbeiner Symptome einer Vergiftung gezeigt haben, jedoch nicht gestorben sind.
Ein schlimmer Fund hat Anfang November des vergangenen Jahres in Heimsheim für Aufregung gesorgt: Vermutlich ein Hunde-Hasser hatte im Bereich der Straße Am Flachter Pfad etwa 50 mit einer blauen Chemikalie gespickte Wurststückchen ausgelegt.

Zwei Monate zuvor haben Spaziergänger auf Radwegen in Ölbronn-Dürrn und Ispringen blaue, etwa Zwei-Euro-Stück große Brocken entdeckt. Schnell galten sie als ausgelegte Giftköder, allerdings stellten sich die Brocken als wohl von Landwirten ausgebrachtes Ungeziefervernichtungsmittel heraus. Jenes Schneckenkorn allerdings enthält ein Nervengift, das einen Hund in ernsthafte Gefahr zu bringen vermag. Hunde mögen den süßen Geschmack von Schneckenkorn; ganz im Gegensatz zu Katzen.

Tierschützer und Hundeliebhaber warnten im April 2016: Mögliche Gefahren könnten davon ausgehen, seinen Hund beim Sportplatz in Königsbach-Stein auszuführen. Auf der Facebook-Seite des Tierheims Pforzheim wurde ein Fall von einem gestorbenen Chihuahua berichtet. 

Möglicherweise nach der Aufnahme eines Giftköders ist im Herbst 2015 ein zweijähriger Mischlingshund in Vaihingen-Ensingen verendet

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