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08.05.2013

IG Metall erwartet über 10 000 Teilnehmer bei Warnstreiks

Stuttgart. Die IG Metall macht nach der ergebnislosen dritten Verhandlungsrunde weiter Druck auf die Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie. Die Gewerkschaft erwartet an diesem Mittwoch in Baden-Württemberg weit über 10 000 Beschäftigte, die ihre Arbeit niederlegen. Die Warnstreiks begannen am frühen Morgen beim Autozulieferer Lisi in Heidelberg, sagte ein IG-Metall-Sprecher.

Bei einer Kundgebung vor dem Unternehmen ElringKlinger in Dettingen im Kreis Reutlingen werden mehr als 1000 Teilnehmer erwartet. Die Firma wird von Südwestmetall-Chef Stefan Wolf geleitet.

Auch bei dem Kolbenhersteller Mahle ebenso wie bei Bosch und Behr in Stuttgart wollen die Beschäftigten die Arbeit niederlegen, um ihrer Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld Nachdruck zu verleihen. Südwestmetall bietet bislang 2,3 Prozent auf 13 Monate bei zwei Nullmonaten.

Am Dienstagabend hatten sich die Tarifvertragsparteien in Böblingen auf den kommenden Montag vertagt. Es habe zwar Gespräche in konstruktiver Atmosphäre gegeben, «aber in der Sache sind wir noch meilenweit auseinander», sagte IG Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann. Kommt es bei dem vierten Treffen nicht zu einem Durchbruch, drohen Urabstimmung und Streik.