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© Symbolbild dpa (Archiv)
26.01.2016

"Ihr seid Nazis": Zwei Aufsteller von AfD-Wahlplakaten verprügelt

Böblingen-Dagersheim. Zwei bislang unbekannte junge Männer haben am späten Samstagabend in Böblingen-Dagersheim zwei Plakatierer der AfD angegriffen und leicht verletzt sowie deren Auto beschädigt. Die beiden 36 und 39 Jahre alten Männer hängten um 22.50 Uhr Wahlplakate auf, als die beiden Täter mit den Worten „Ihr seid Nazis“ auf sie zukamen. Kurz darauf gab es Prügel für die Plakatierer.

Der 39-Jährige wurde von einem der Angreifer mit Fußtritten und Faustschlägen traktiert. Daraufhin kam ihm der 36-Jährige zur Hilfe. Beide versuchten, in ihr Auto zu steigen. Dabei wurden sie weiter geschlagen und einer der Täter setzte dazu ein Holzstück ein, das die Polizei später zusammen mit einer blauen Wollmütze auf der Straße sicherstellte. Die beiden Männer konnten letztlich mit ihrem Auto flüchten, das beim Wegfahren von den Tätern noch im Heckbereich beschädigt wurde. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich auf etwa 1.000 Euro.

Nachdem die beiden leicht verletzten Männer bei der Polizei in Böblingen Anzeige erstatteten, hat die Kriminalpolizei Böblingen die weiteren Ermittlungen übernommen. Die bislang unbekannten Täter wurden wie folgt beschrieben: Der erste Täter soll 20 Jahre alt und 1,70 bis 1,75 Meter groß und schlank und von nordafrikanischer Erscheinung sein. Er hatte schwarze, lockige Haare mit Undercut-Frisur. Zur Tatzeit war er mit einer schwarzen Jacke und einer dunkler Hose bekleidet. Er sprach deutsch ohne erkennbaren Akzent. Der zweite Täter soll etwa 20 Jahre alt sein, eine hellere Hautfarbe, normale Statur, dunkle Haare, einen leichten Oberlippenbart und ein rundes Gesicht haben. Er trug zur Tatzeit dunkle Kleidung und eine Strickmütze und sprach deutsch mit Akzent.

Von privater Seite wurde für Hinweise, die zur Ermittlung des oder der Täter führen, eine Belohnung in Höhe von 500 Euro ausgesetzt. Die Belohnung ist nur für Privatpersonen und nicht für Amtsträger bestimmt, zu deren Berufspflichten die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört.

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