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Ende eines illegalen Wettrennens auf der A81: Ein Toyota (links) ist ausgebrannt, ein Ford landete auf dem Dach, fünf Insassen kamen mittelschwer verletzt ins Krankenhaus.
Ende eines illegalen Wettrennens auf der A81: Ein Toyota (links) ist ausgebrannt, ein Ford landete auf dem Dach, fünf Insassen kamen mittelschwer verletzt ins Krankenhaus. © Polizei
25.07.2013

Illegales Autorennen auf A81: Toyota brennt aus

Fünf Verletzte und ein ausgebrannter Toyota sind das traurige Ergebnis eines illegalen Autorennens auf der A81 bei Rottweil. Zwischen der Anschlussstelle Oberndorf und Rottweil lieferten sich am Mittwochmorgen ein 18-Jähriger und ein 23-Jähriger in Begleitung von Freunden ein Wettrennen mit schmerzhaftem Ausgang.

Das Raser-Duo hat nun erfahren müssen, dass eine Autojagd auf der Straße doch etwas anderes ist als virtuelles Rasen mit dem Controller vor der X-Box. Das nächste Level auf der Autobahn werden sie so schnell nicht erreichen, denn zum einen haben sie ihre Fahrzeuge geschrottet, zum anderen fehlen ihnen jetzt die Führerscheine.

Am Mittwochmorgen gegen 10.30 Uhr, wurde der Autobahn- und Verkehrspolizei von Zeugen gemeldet, dass auf der A81 in Richtung Singen zwei Autos unterwegs seien, die sich offensichtlich ein Wettrennen liefern würden. Die Ermittlungen ergaben, dass ein Toyota, besetzt mit drei jüngeren Personen, und ein Ford, besetzt mit zwei Personen, sich wechselseitig überholten und dabei andere gefährdeten. Der Toyota wurde von einem 18-Jährigen, der Ford von einem 23-Jährigen gelenkt. Beide Autofahrer lieferten sich bei Geschwindigkeiten um die 160 Stundenkilometer über eine Strecke von mehreren Kilometern ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Um einen Zusammenstoß mit einem auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Lkw zu verhindern, zog der Fahrer des Fords nach links, wo er den auf gleicher Höhe fahrenden Toyota berührte. Beide Fahrzeuge passierten danach den Lkw, schleuderten dann nach rechts und kamen von der Fahrbahn ab. Der Ford überschlug sich, der Toyota fing Feuer.

Glücklicherweise kamen die drei Insassen noch rechtzeitig aus dem brennenden Toyota. Alle fünf Insassen der zwei Autos kamen mit mittleren Verletzungen in Krankenhäuser. Die genaue Schadenshöhe lässt sich noch nicht abschätzen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Rottweil wurden die Führerscheine der beiden Fahrer beschlagnahmt. Während der Rettungsarbeiten war der rechte Fahrstreifen im Bereich der Unfallstelle für zwei Stunden gesperrt.