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Der Porsche-Betriebsratsvorsitzende Uwe Hück (links) und der baden-württembergische IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann stellten eine Studie zum Übergang von der Schule in die Ausbildung vor.
Der Porsche-Betriebsratsvorsitzende Uwe Hück (links) und der baden-württembergische IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann stellten eine Studie zum Übergang von der Schule in die Ausbildung vor. © dpa
02.08.2012

Im Südwesten besonders viele Schulabgänger in der Warteschleife

Im Südwesten hängen im bundesweiten Vergleich besonders viele Schulabgänger in der Warteschleife auf einen Ausbildungsplatz. Das ergab eine Studie der Universität Hohenheim im Auftrag der IG Metall Baden-Württemberg. Demnach kamen im vergangenen Jahr rund 63.000 Jugendliche nach dem Schulabschluss erst in berufsvorbereitende Bildungsgänge statt direkt zu einem Ausbildungsplatz.

Das entspricht 39,3 Prozent aller Jugendlichen, die 2011 neu im Berufsbildungssystem anfingen. In keinem anderen Bundesland ist der Anteil der Studie zufolge höher. Im deutschlandweiten Schnitt liegt er bei 28,6 Prozent.

Grund dafür seien zwar zum Teil auch unterschiedliche Erfassungsmethoden in den einzelnen Ländern, sagte IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann am Donnerstag in Stuttgart. Dennoch sei eine bessere Förderung von Jugendlichen dringend nötig. Hofmann betonte: «Wenn wir es nicht schaffen, brachliegende Potenziale zu nutzen, wird die Wirtschaft vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und einer steigenden Nachfrage nach Fachkräften eine schmerzhafte Bauchlandung erleben.» dpa

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