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Ein ausgewachsener Fuchs scheint am Freitag (14.01.2011) Parkplatzprobleme zu haben, als er am Mehringdamm in Berlin-Kreuzberg seinen Weg unterbricht.
Ein ausgewachsener Fuchs scheint am Freitag (14.01.2011) Parkplatzprobleme zu haben, als er am Mehringdamm in Berlin-Kreuzberg seinen Weg unterbricht. © dpa
14.08.2013

Immer mehr Wildtiere fühlen sich in Städten heimisch - neue Studie

Freiburg/Stuttgart. Immer mehr Wildtiere fühlen sich in Städten heimisch. Der europaweite Trend spiegelt sich auch im Südwesten wider. Vor allem in den vergangenen zwei Jahrzehnten kamen nach Beobachtung von Artenschutzexperten vermehrt tierische Pendler in die Städte. Genaue Zahlen gibt es nicht, weil Füchse, Marder und Co. meist in der Dunkelheit in den Siedlungen auf Nahrungssuche sind. Das Stuttgarter Ministerium für Ländlichen Raum hat deshalb an der Universität Freiburg ein Forschungsprojekt in Auftrag gegeben.

Zwar soll die Studie «Wildtiere im Siedlungsraum Baden-Württembergs» voraussichtlich erst nächstes Jahr fertig sein - derzeit erarbeitet das Ministerium auf dieser Basis aber schon erste Konzepte «für einen sinnvollen Umgang mit Wildtieren in Siedlungen». Dabei geht es dem Ministerium zufolge auch um Handlungsanweisungen für Behörden und um Hilfen für Bürger, denen Füchse oder Wildschweine den Garten umgraben und Marder die Autoschläuche zernagen.

Die oft wenig scheuen Wildtiere seien für viele Bewohner zwar eine Bereicherung, so die Forscher um Projektleiterin Professor Ilse Storch. Die Kommunen sähen sich aber auch neuen Konflikten gegenüber: Das Spektrum reiche von Lärmbelästigung über Verschmutzungen durch Kot, Fraß in Gärten, Aufgraben von Grünanlagen, bis zur Übertragung von Krankheiten und Unfällen mit Verletzten. «Handlungsbedarf ist offensichtlich, sowohl bezüglich Aufklärung und Prävention, als auch bezüglich Schadensminimierung und Populationskontrolle», so die Forscher.

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