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Auch am Wochenende haben wieder Einbrecher zugeschlagen.
Auch am Wochenende haben wieder Einbrecher zugeschlagen. © dpa (Symbolbild)
08.03.2013

Immer mehr Wohnungseinbrüche in Baden-Württemberg

Stuttgart. In Baden-Württemberg werden immer mehr Wohnungseinbrüche verübt. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl um 4,6 Prozent auf fast 8600 Fälle an, wie Innenminister Reinhold Gall (SPD) am Freitag bei der Vorstellung der Kriminalstatistik in Stuttgart sagte. Damit setzte sich der Trend der vergangenen Jahre fort. Zwar sei den Tätern in 40 Prozent der Fälle der Zutritt misslungen. Jedoch verunsicherten Wohnungseinbrüche die Menschen stark. Gegen Einbrüche könne man sich schützen, erinnerte Gall. Er verwies auf kriminalpolizeiliche Beratungsstellen, kostenlose Broschüren und Tipps im Internet gegen Einbrüche.

Insgesamt ist die Zahl der Straftaten in Baden-Württemberg im Vergleich zu 2011 aber gesunken - und zwar um rund 1,6 Prozent auf rund 573 500 Delikte. Die Aufklärungsquote ging dabei leicht auf jetzt 57,7 Prozent zurück. Nach den Worten des Ministers liegt der Grund darin, dass die Zahl von Straftaten mit tendenziell hoher Aufklärungsrate sinkt. Dazu gehörten Vermögens- und Fälschungsdelikte sowie Ladendiebstähle. Bezogen auf die Einwohnerzahl ist die Kriminalität im Vergleich der Bundesländer aber immer noch niedrig - nur Bayern liegt hier noch vor dem Südwesten. «Baden-Württemberg ist ein sicheres Land», sagte der Innenminister.

Gall beklagte zugleich, dass die Gewalt gegen Polizisten weiter zunimmt. 2012 wurden 1828 Beamten verletzte. Das ist ein Plus von 14 Prozent. Immer häufiger spiele Alkohol bei den Angriffen eine Rolle.