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47% der Kinder bekommen eine Gymnasialempfehlung, doch immer weniger entscheiden sich dafür auf ein Gymnasium zu gehen.
47% der Kinder bekommen eine Gymnasialempfehlung, doch immer weniger entscheiden sich dafür auf ein Gymnasium zu gehen. © dpa
25.01.2016

Immer weniger Schüler gehen aufs Gymnasium

Stuttgart (dpa/lsw) - Der Anteil der Schüler, die nach der Grundschule aufs Gymnasium wechseln, ist im zweiten Jahr in Folge leicht gesunken. Auch bei Werkreal- und Hauptschulen sowie bei den Realschulen ging die sogenannte Übergangsquote weiter zurück, wie das Kultusministerium und das Statistische Landesamt am Montag mitteilten. Nur der Anteil der Schüler, die nach der 4. Klasse auf eine Gemeinschaftsschule gehen, zog an.

Zu Schuljahresbeginn 2015/16 wechselten der Statistik zufolge 43,4 Prozent (-0,5 Punkte) der Grundschüler aufs Gymnasium, 33,8 Prozent (-0,9) wählten die Realschule. Auf eine Gemeinschaftsschule gingen 13,3 Prozent (+3,0), 7,2 Prozent (-2,1) auf eine Werkreal-/Hauptschule.

Eltern bekommen zwar eine Empfehlung, auf welche Schule ihr Kind gehen sollte, müssen sich daran aber nicht halten. Mit knapp 47 Prozent erhielt fast jedes zweite Kind eine Empfehlung für das Gymnasium. Wohin die Schulkinder am Ende wechseln, unterscheidet sich laut Statistik auch regional sehr stark. In Heidelberg gingen zum Beispiel mehr als zwei Drittel nach der Grundschule zum Gymnasium, im Landkreis Waldshut war es nicht einmal ein Drittel.