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11.03.2014

In Haus geschlichen, um Senior zu berauben: Am Ende gibt es einen Toten

Oberstenfeld/Rastatt. Ein am Montag an seinem Wohnort im Kreis Rastatt festgenommener 24-jähriger Tatverdächtiger hat im Zuge seiner kriminalpolizeilichen Vernehmung mittlerweile ein Geständnis abgelegt. Er hatte einen 82-Jährigen getötet und beraubt. Als Fluchtauto wählte er den schwarzen BMW seines Opfers, den er dummerweise vor seiner Wohnung geparkt hatte.

Seinen Angaben zufolge hatte der 24-Jährige am Freitagabend gegen 19 Uhr das Haus des späteren Opfers mit der Absicht aufgesucht, dessen Auto zu entwenden. Dazu habe er sich unbemerkt Zugang zum Haus verschafft und sich dort versteckt gehalten, bis der 82-Jährige seiner Meinung nach zu Bett gegangen war.

Im Haus kam es dann zu einer unvorhergesehenen Begegnung mit dem älteren Mann, die eine Auseinandersetzung nach sich zog. Im Verlauf dieser Auseinandersetzung habe er mit einem Gehstock und einem Kissen auf den 82-Jährigen eingewirkt. Anschließend habe er mehrere Hundert Euro sowie den Fahrzeugschein und den Schlüssel für den BMW mitgenommen.

Nach den Angaben des Tatverdächtigen haben Ermittler der Kriminalpolizei Ludwigsburg am Dienstag sowohl den Gehstock als auch das Kissen in einem Abfallcontainer der Rastanlage „Höllberg“ an der A8 zwischen Leonberg und Heimsheim aufgefunden und sichergestellt. Die blutverschmierten Gegenstände hatte der 24-Jährige dort entsorgt.

Wie er weiter einräumte, habe er den Getöteten in den letzten Monaten wiederholt aufgesucht und bei diesen Gelegenheiten unterschiedliche Bargeldbeträge gestohlen.

Der Tatverdächtige wurde am Dienstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn dem Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn vorgeführt, der Haftbefehl wegen Mordes erlassen und ihn in eine Justizvollzugsanstalt eingewiesen hat.