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Weil die Bus- und Straßenbahnfahrer heute Morgen in Stuttgart streiken, stehen auch die Autos auf den Zufahrtsstraßen rund um Stuttgart im Stau still.
Weil die Bus- und Straßenbahnfahrer heute Morgen in Stuttgart streiken, stehen auch die Autos auf den Zufahrtsstraßen rund um Stuttgart im Stau still. © dpa
20.10.2011

In Stuttgart stehen Nah- und Autoverkehr still

Stuttgart. Die Bus- und Straßenbahnfahrer haben ihren Streik im Südwesten fortgesetzt. Am Donnerstag fielen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi in der Landeshauptstadt Stuttgart sowie in Freiburg und Esslingen Verbindungen aus. Seit 4 Uhr ruht der Verkehr auf allen Stadtbahnlinien in Stuttgart, die Busse der SSB sind im Depot geblieben. In Pforzheim wird es erst am Samstag von 4 bis 14 Uhr einen Streik bei den Busfahrern der Stadtverkehr Pforzheim (SVP) geben.

Auch Fahrkartenkontrolleure und -verkäufer beteiligten sich an der Arbeitsniederlegung in Stuttgart. Bis 13 Uhr 30 wollen die Fahrer die Arbeit niederlegen. Private Busunternehmen fahren im Notdienst auf einigen SSB-Linien. Verdi erwartet, dass sich am Donnerstag insgesamt rund 1500 Beschäftigte an den Streiks beteiligen.

Nicht vom Streik betroffen sind S-Bahnen und Regionalzüge im Raum Stuttgart. Weil mit einem größeren Ansturm von Pendlern gerechnet wird, sollen alle verfügbaren Züge auf den Strecken eingesetzt werden. Dafür gab es auf den Zufahrtsstraßen an allen Ecken und Enden Staus.

Im morgendlichen Berufsverkehr hatten sich am Donnerstag wegen erhöhten Verkehrsaufkommens folgende Rückstaus in Fahrtrichtung Stuttgart gebildet. Auf der Bundesstraße 10-Ost zwischen Hedelfingen und Rosensteinbrücke waren es um 8.10 Uhr sechs Kilometer Stau. Zusätzlich war der Verkehr auf dieser Strecke durch einen Unfall auf Höhe Gaisburger Brücke behindert. Die Unfallstelle war um 8.10 Uhr allerdings bereits geräumt.

Mit Stand 8.30 Uhr hatte sich die Staulänge auf drei Kilometer zwischen der Zusammenführung der B10/14 und der Rosensteinbrücke reduziert. Zur gleichen Zeit stauten sich Verkehrsteilnehmer auf der Nürnberger Straße, L1193, zwischen Beskidenstraße und König-Karls-Brücke auf einer Strecke von drei Kilometern. Auf der B27-Nord standen die Verkehrsteilnehmer um 8.30 Uhr immer noch vom Pragsattel bis zum Hauptbahnhof auf einer Länge von zwei Kilometern.

Auf der B295 hatte sich bis 8.10 Uhr ein fünf Kilometer langer Stau zwischen der Autobahnausfahrt A81/ Feuerbach bis Pfostenwäldle/Feuerbach aufgebaut. Wegen eines Unfalls auf der A81 zwischen Leonberg und Stuttgart dürften zahlreiche Autofahrer zusätzlich auf die B295 ausgewichen sein. Der Stau hatte sich bis 8.30 Uhr aufgelöst.

Bereits am Mittwoch hatten nach Angaben der Gewerkschaft Verdi rund 1500 Bus- und Bahnfahrer in Karlsruhe, Baden-Baden, Konstanz und Heilbronn ihre Arbeit niedergelegt. Sie wollen damit unter anderem kürzere Schichten, volles Weihnachtsgeld und 30 Tage Urlaub für alle unabhängig vom Alter durchsetzen. Fast 97 Prozent der Verdi-Mitglieder hatten sich in einer Urabstimmung für den Streik ausgesprochen. dpa