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Die Allgäuer Gesellschaft Bunker Pflanzenextrakte will die Anlage zu einer Zuchtanlage für Cannabis umfunktionieren. Auf einer Fläche von 950 Quardratmetern sollen hier in Zukunft Hanf aus Hydrokulturen sprießen.
Die Allgäuer Gesellschaft Bunker Pflanzenextrakte will die Anlage zu einer Zuchtanlage für Cannabis umfunktionieren. Auf einer Fläche von 950 Quardratmetern sollen hier in Zukunft Hanf aus Hydrokulturen sprießen. © dpa
31.10.2017

In schwäbischem Atombunker soll Cannabis erforscht werden

Memmingen. In einem Atomschutzbunker des ehemaligen Fliegerhorstes Memmingerberg im Schwäbischen sollen Wissenschaftler künftig an Cannabispflanzen forschen.

Das Projekt wird von einem Unternehmer aus Schwaben und der Technischen Universität München vorangetrieben. Noch steht allerdings die Genehmigung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte aus.

Sollte die Erlaubnis bis Ende des Jahres vorliegen, könne der Anbau der Cannabispflanzen im Frühjahr 2018 starten, sagt Professor Wolfgang Eisenreich von der Fakultät für Chemie der TU. «Wir stehen in den Startlöchern.» Die Allgäuer Gesellschaft Bunker Pflanzenextrakte will den früheren Atombunker bei Memmingen für den Anbau nutzen, weil die Militäranlage alle Sicherheitsvoraussetzungen erfülle. Geschäftsführer Christoph Rossner setzt sich nach eigenen Angaben seit 17 Jahren für die Zulassung und Erforschung von Cannabis als Arznei ein.

Ein im März 2017 in Kraft getretenes Gesetz hat die Möglichkeiten der therapeutischen Nutzung der Droge erweitert. Beim Bundesinstitut wurde dafür eigens eine Cannabisagentur eingerichtet.