nach oben
Wegen der Schreckschusswaffe muss sich der Geschädigte nun auch verantworten.
Wegen der Schreckschusswaffe muss sich der Geschädigte nun auch verantworten. © Symbolbild-dpa
30.04.2018

Ins Gebüsch gezerrt: Mann verjagt Räuber mit Schreckschussrevolver

Karlsruhe. Mit einer Schreckschusswaffe konnte ein 54-jähriger Türke nach einem versuchten Raubüberfall die Täter in die Flucht jagen.

Der Geschädigte wurde am Sonntag um 16.10 Uhr zunächst von den beiden Tatverdächtigen im Bereich des Südausgangs des Karlsruher Hauptbahnhofs in französischer Sprache angesprochen. Als er die Nachfrage nach Zigaretten verneinte, wurde er von einem der beiden unbekannten Männer am Oberkörper gepackt und Richtung Gebüsch gezerrt. Dort verlangten sie von ihm, sein Elektrofahrrad herzugeben.

Daraufhin zog der Geschädigte – die Polizei vermutet aus Notwehr – einen Schreckschussrevolver aus seinem Rucksack und tätigte einen Schuss in die Luft. Der Revolver war mit einer Reizstoff-Füllung geladen. Die beiden Tatverdächtigen flüchteten in Richtung Bahnhofsgelände.

Einer der beiden Tatverdächtigen ist etwa 1,75 m groß, circa 80 kg schwer, hatte kurze schwarze Haare und kurze Bartstoppeln. Bekleidet war er mit einer blauen Jeans-Hose und mit einem dunklen T-Shirt. Die Polizei vermutet, dass es sich hierbei um einen Drogensüchtigen handelt. Der andere Tatverdächtige ist etwa 1,80 m groß, circa 80 kg schwer, hatte dunkelblonde Haare und trug einen Dreitagebart. Er war mit einer dunklen Jeans-Hose sowie mit einer Joggingjacke bekleidet. Beide Tatverdächtigen sprachen ausschließlich Französisch.

Aufgrund des Verstoßes gegen das Waffengesetz muss der Geschädigte mit einem gesonderten Verfahren rechnen. Hinweise zu den Tatverdächtigen und dem Vorfall nimmt der Kriminaldauerdienst telefonisch unter (0721) 9395555 entgegen.