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Am 25. Februar 2014 haben Ermittler des LKA Baden-Württemberg, die Polizei Hessen sowie Beamte aus sechs weiteren Bundesländern und der Schweiz im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart rund 50 Wohnungen und Büros durchsucht.
Am 25. Februar 2014 haben Ermittler des LKA Baden-Württemberg, die Polizei Hessen sowie Beamte aus sechs weiteren Bundesländern und der Schweiz im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart rund 50 Wohnungen und Büros durchsucht © Symbolbild: dpa
25.02.2014

Insiderhandel im großen Stil: 50 Objekte durchsucht

Stuttgart. Am 25. Februar 2014 haben Ermittler des LKA Baden-Württemberg, die Polizei Hessen sowie Beamte aus sechs weiteren Bundesländern und der Schweiz im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart rund 50 Wohnungen und Büros durchsucht. Bei diesen umfangreichen Durchsuchungsmaßnahmen waren rund 150 Polizisten, 20 Beamte der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und acht Staatsanwälte beteiligt. Die durchsuchten Objekte befinden sich überwiegend in Hessen. Ferner wurden auch Wohnungen und Büros in anderen Bundesländern und in der Schweiz durchsucht.

Bei den Durchsuchungen wurden wegen der mutmaßlichen Insidergeschäfte im Umfang von mehreren Millionen Euro Schriftstücke, elektronische Speichermedien, Computer sowie Mobiltelefone beschlagnahmt, die nun ausgewertet werden.

Den 23 Beschuldigten im Alter zwischen 32 und 64 Jahren wird vorgeworfen, Insiderhandel im Vorfeld von Unternehmensübernahmen betrieben zu haben. Die Beschuldigten kennen sich teilweise aus früherer beruflicher Tätigkeit, durch gemeinsame Hobbies oder gemeinsamer Vereinszugehörigkeit. Noch unbekannt ist bislang, wer die Informationen künftiger Übernahmen an diese Personengruppe weitergegeben hat.

Auslöser für das Verfahren der Staatsanwaltschaft Stuttgart war eine Strafanzeige der BaFin in Frankfurt. Bereits 2008 ermittelte die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen einen Teil der nun Beschuldigten. Dieses Verfahren wurde aus Mangel an Beweisen eingestellt. Nun haben die Analysten der BaFin erneut Anhaltspunkte dafür, dass ein Verstoß gegen das Wertpapierhandelsgesetz vorliegt. Bei einer Verurteilung droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.