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Kiloweise Marihuana  fiel der Ludwigsburger Polizei bei der Zerschlagung eines siebenköpfigen Drogenhändlerrings in die Hand.
Kiloweise Marihuana  fiel der Ludwigsburger Polizei bei der Zerschlagung eines siebenköpfigen Drogenhändlerrings in die Hand. © dpa
01.02.2011

International besetzter Drogenhändlerring zerschlagen

LUDWISGBURG. Nach mehrmonatigen Ermittlungen ist es einer beim Drogendezernat der Kriminalpolizei Ludwigsburg eingerichteten Ermittlungsgruppe gelungen, eine siebenköpfige Tätergruppe unterschiedlicher Nationalität aus Stuttgart, Möglingen und Neu-Isenburg dingfest zu machen. Die Tatverdächtigen, zwei Frauen und fünf Männer im Alter von 23 bis 54 Jahren, wurden vorläufig festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, seit mindestens einem halben Jahr Drogen im großen Stil illegal eingeführt, einen schwunghaften Handel mit Marihuana, Haschisch und Kokain betrieben und dabei eine große Anzahl von Abnehmern aus dem Großraum Stuttgart regelmäßig mit Drogen versorgt zu haben.

Bei der Durchsuchung ihrer Wohnungen stellten die Beamten neben rund 21.000 Euro mutmaßlichem Dealergeld über 15 Kilogramm Marihuana, knapp 1,5 Kilogramm Haschisch, rund 80 Gramm Kokain und Dopingmittel sicher. Auf die Spur der Tatverdächtigen war die Polizei im September des vergangenen Jahres gekommen.

Im Verlauf der folgenden Ermittlungen verdichteten sich die Hinweise auf einen 29-jährigen Iraner und einen 28-jährigen Serben, die offensichtlich die Fäden beim Einfuhrschmuggel und illegalen Handel der Drogen in der Hand hielten und dabei von den weiteren Festgenommenen unterstützt wurden. Die Gruppe hatte eigens zur Abwicklung der Rauschgiftgeschäfte eine Wohnung unterhalten.

Nachdem sie Ende Januar von einer neuerlichen Beschaffungsfahrt in die Niederlande erfahren hatten, griffen die Ermittler am Sonntag zu. Bei seiner Festnahme führte der 28-Jährige ein Einhandmesser mit, das er griffbereit in seiner Kleidung verstaut hatte.

Während zwei der Festgenommenen, ein 54-Jähriger Serbe und dessen 26-jährige Tochter nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt wurden, hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen die beiden mutmaßlichen Drahtzieher und drei ihrer Unterstützer Haftbefehl beantragt. Sie wurden am Montag dem Haftrichter vorgeführt und in Justizvollzugsanstalten eingewiesen.

Nachdem bereits am 28. Dezember im Rahmen eines gemeinsam mit der Kriminalpolizei Esslingen geführten Ermittlungsverfahrens im Kornwestheim rund 30 Kilogramm Cannabisprodukte sichergestellt worden waren, belege diese erneute Sicherstellung die nach wie vor hohe Verfügbarkeit im Großraum Stuttgart, heißt es in einer Pressemitteilung der Ludwigsburger Kriminalpolizei. pol