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Ein Autorennen durch Karlsruhe veranstalteten ein Jaguar- und ein Daimler-Benz-Fahrer. Am Ende bremste die Polizei den Irrsinn aus.
Ein Autorennen durch Karlsruhe veranstalteten ein Jaguar- und ein Daimler-Benz-Fahrer. Am Ende bremste die Polizei den Irrsinn aus. © Symbolbild: dpa
06.06.2014

Irres Autorennen mit Handyvideo-Stopp endet wenig filmreif

Karlsruhe. Da hat wohl jemand zu viele Teile von „The Fast and the Furious“ im Kino gesehen. Ein Jaguar- und ein Daimler-Benz-Fahrer hatten sich am Donnerstagabend ein Autorennen durch Karlsruhe geliefert, dabei andere Verkehrsteilnehmer gefährdet und durch eine Handyvideosession den Verkehr aufgehalten. Der merkwürdige und nicht ungefährliche Spaß fand erst auf der Südtangente ein wenig filmreifes Ende.

Das Autorennen lieferten sich die beiden Nobelkarossen-Fahrer am Donnerstag gegen 20.45 Uhr von der Neureuter Straße bis auf die B10 und weiter bis zur Ausfahrt "Kühler Krug". Die beiden Verkehrsrowdys fuhren zunächst nebeneinander her und bremsten und beschleunigten dabei im Wechsel immer wieder stark. Dadurch wurde der nachfolgende Verkehr wiederholt abrupt ausgebremst und gefährdet.

Auch lehnten sich die Mitfahrer während der Fahrt aus den geöffneten Seitenscheiben oder öffneten die Fahrzeugtüren. An der Kreuzung Starck-/Honsellstraße fuhren dann beide Fahrzeuglenker zunächst auf die Linksabbiegerspur in Richtung Lameystraße. Als die Ampel der Geradeausspur in Richtung Südtangente auf Grün schaltete, zogen die Rowdys mit ihren Fahrzeugen überraschend nach rechts auf die Geradeausspur, setzten sich vor die anderen Verkehrsteilnehmer und bremsten in der Mitte der Kreuzung bis zum Stillstand ab. Dort stiegen die Insassen aus und lehnten sich über die Fahrzeuge um mit ihren Mobiltelefonen Fotos und Videos zu machen.

Währenddessen mussten andere Verkehrsteilnehmer stehenbleiben oder dem Treiben ausweichen. Im Anschluss daran führten die beiden rücksichtslosen Fahrer ihr Autorennen auf der Südtangente fort, bis es an der Ausfahrt Kühler Krug zu einem völlig unspektakulären Showdown kam. Dort wurden sie nämlich von einer Polizeikontrolle gestoppt. Glücklicherweise kam es zu keiner Schädigung anderer Verkehrsteilnehmer, doch ein paar Verstöße gegen die Verkehrsordnung dürften wohl angefallen sein.