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Betonbarrieren werden am 31.12.2016 vor dem Schlossplatz in Stuttgart (Baden-Württemberg) mithilfe eines Baggers miteinander verkettet. Nach dem Anschlag vom 19.12.2016 in Berlin trifft die Polizei in Zusammenarbeit mit der Stadt Stuttgart besondere Sicherheitsvorkehrungen für die Silvesterfeier.
Betonbarrieren werden am 31.12.2016 vor dem Schlossplatz in Stuttgart (Baden-Württemberg) mithilfe eines Baggers miteinander verkettet. Nach dem Anschlag vom 19.12.2016 in Berlin trifft die Polizei in Zusammenarbeit mit der Stadt Stuttgart besondere Sicherheitsvorkehrungen für die Silvesterfeier. © dpa
31.12.2016

Jahreswechsel im Südwesten unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen

Stuttgart (dpa/lsw) - Baden-Württemberg läuft sich warm für den Jahreswechsel - unter deutlich erhöhten Sicherheitsvorkehrungen. In den großen Städten des Landes sind nach Angaben des Innenministeriums deutlich mehr Polizisten im Einsatz als im Vorjahr. Allein in Stuttgart sollen in der Silvesternacht 500 Polizisten zusätzlich für Sicherheit sorgen, wie ein Sprecher des Präsidiums in der Landeshauptstadt mitteilte. Auch in Karlsruhe, Freiburg und Mannheim werden die Einsatzkräfte verstärkt.

Vor einem Jahr hatte es in der Silvesternacht vor allem in Köln, aber auch in der Stuttgarter Innenstadt sexuelle Übergriffe auf Frauen gegeben. Die erhöhte Sicherheit ist außerdem eine Folge des Terroranschlags von Berlin, der nach Angaben der Polizei in die aktuelle Bewertung der Lage eingeflossen ist. Eine konkrete Gefahr werde aber nicht gesehen, hieß es.

Auf dem Schlossplatz in der Stuttgarter Innenstadt waren Polizei und Technisches Hilfswerk (THW) schon am Nachmittag im Einsatz. Absperrgitter wurden aufgebaut, außerdem wurden die Zufahrten mit tonnenschweren Betonbarrikaden versperrt.

In zwei mobilen Wachen in großen Zelten sollen dort die ganze Nacht über speziell geschulte Einsatzkräfte als Ansprechpartner für die Feiernden zur Verfügung stehen. Die Bundespolizei bezieht einen speziellen Silvester-Posten im Hauptbahnhof. Das THW leuchtet Teile der Innenstadt aus, ferner setzt die Polizei auf Videoüberwachung, um das Geschehen in der Menschenmenge im Blick zu haben.

Für die Benutzung von Feuerwerk gilt wie immer: Die Nähe von Reet- und Fachwerkhäusern, Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie besonders brandgefährdeten Gebäuden ist tabu. In vielen Altstädten im Südwesten sind Böller und Raketen zum Schutz der historischen Gebäude sogar generell verboten - zum Beispiel in Konstanz, Esslingen oder Tübingen.