nach oben
Wenn schon vor dem Monatsende das Kleingeld ausgeht, ist das kein gutes Zeichen. Jede siebte Familie ist in Baden-Württemberg armutsgefährdet.
Wenn schon vor dem Monatsende das Kleingeld ausgeht, ist das kein gutes Zeichen. Jede siebte Familie ist in Baden-Württemberg armutsgefährdet. © Symbolbild: dpa
23.04.2012

Jede siebte Familie im Südwesten armutsgefährdet

Jede siebte Familie im Südwesten ist nach einem statistischen Report armutsgefährdet. Ein besonderes Armutsrisiko tragen demnach Alleinerziehende, Familien mit drei und mehr Kindern sowie Familien mit Migrationshintergrund, heißt es in dem am Montag vorstellten Bericht des Statistischen Landesamtes.

Dieser zeichnet Einkommens- und Armutsverläufe von 4000 Menschen zwischen 2006 und 2010 nach. «Dass Baden-Württemberg insgesamt in Deutschland bei Armut einen unteren Platz einnimmt, kann für die betroffenen Familien nicht der Trost sein», sagte Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) in Stuttgart. Die Politik müsse Armut mit einem Bündel von Maßnahmen entgegenwirken, darunter Integration in den Arbeitsmarkt, Zugang zu Bildung, Qualifizierung und Kinderbetreuung.

Als armutsgefährdet nach Definition der EU-Kommission gilt jeder, dessen Einkommen bei weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens liegt. Unterhalb dieses Schwellenwertes können die betroffenen Menschen demnach nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Für einen Einpersonenhaushalt liegt die Hürde in Baden-Württemberg bei 895 Euro netto. dpa

Leserkommentare (0)