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28.02.2011

Jugendlicher "surft" auf LKW und stirbt

KUCHEN. Der zunächst mysteriöse Unfalltod eines Jugendlichen auf der B 10 bei Kuchen (Kreis Göppingen) ist aufgeklärt: Der ziemlich betrunkene 19-Jährige war nach Angaben der Polizei vom Fahrer unbemerkt auf die Deichsel eines Lastwagens geklettert, einige hundert Meter weiter abgerutscht und auf die Straße gestürzt. Dabei wurde er vom Hinterrad des Anhängers überrollt und erlitt - durch den Sturz - tödliche Kopfverletzungen.

«Dem 37-jährigen Lkw-Fahrer kann kein schuldhaftes Verhalten vorgeworfen werden», betonte ein Göppinger Polizeisprecher am Montag. Die Polizei hatte bei dem Unfall von Mitte Februar zunächst Fahrerflucht vermutet, erhielt aber dann aus dem Bekanntenkreis des Jugendlichen den Tipp, dass dieser auf einem Lkw «gesurft» sei.

Ein 18 Jahre alter Freund des Verunglückten gab an, der 19-Jährige habe nach einem Trinkgelage von Geislingen ins benachbarte Kuchen gehen wollen. Bei einer Ampel sei der 19-jährige dann plötzlich auf die Deichsel eines Lastwagens gesprungen, der dort hielt. Er habe sich dabei an den Wänden der Zugmaschine und des Aufbaues festgehalten. Der Lastwagen, der nach Auswertung der Computerdaten einen Stopp von exakt 23 Sekunden in Geislingen hatte, sei dann losgefahren. Der 18-jährige Freund habe noch versucht, den Fahrer auf sich aufmerksam zu machen. 800 Meter weiter, kurz vor der Ortseinfahrt von Kuchen, verunglückte der 19-Jährige dann tödlich.

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