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Junge Mutter mit 145 Stichen umgebracht - Lebenslänglich für Mörder.
Junge Mutter mit 145 Stichen umgebracht - Lebenslänglich für Mörder © dpa
02.07.2014

Junge Mutter mit 145 Stichen umgebracht - Lebenslänglich für Mörder

Tübingen. Weil er eine junge Mutter mit 145 Messerstichen getötet hat, muss ein 28-Jähriger lebenslang ins Gefängnis. Das Landgericht Tübingen verurteilte ihn am Mittwoch wegen Mordes. Zwar hatte der Angeklagte bis zuletzt seine Unschuld beteuert, doch die Richter schenkten ihm keinen Glauben.

Den Ermittlungen zufolge wollte der 28-Jährige mit dem Raubmord in Mössingen (Kreis Tübingen) seine Spielsucht finanzieren. Die Richter folgten mit ihrem Urteil dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte einen Freispruch gefordert und argumentiert, die Tat sei dem 28-Jährigen nicht nachzuweisen.

Der Mord im Mai 2013 hatte in Mössingen auch deshalb für Entsetzen gesorgt, weil die zweijährige Tochter des Opfers alles mit ansehen musste. Als der Täter schon geflüchtet war, saß das kleine Mädchen noch sechs Stunden lang am Kopf seiner toten Mutter.

Der Angeklagte selbst hatte sich zuletzt wiederholt als Justizopfer dargestellt. In seinem Schlusswort übte er heftige Kritik an den Ermittlern, die ihn ins Gefängnis gebracht hatten.

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