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Johann Schwenn (Foto), Verteidiger von Jörg Kachelmann, möchte die Redaktionen der "Bunte" und des "Focus" durchsuchen lassen.
Kachelmann-Anwalt will «Bunte» und «Focus» durchsuchen lassen © dpa
08.12.2010

Kachelmann-Anwalt: "Bunte" und "Focus" durchsuchen

MANNHEIM. Jörg Kachelmanns Verteidiger hat im Prozess gegen den Wettermoderator beantragt, die Redaktionen der Zeitschriften «Bunte» und «Focus» durchsuchen zu lassen. Dabei sollten Schriftstücke und Datenträger sichergestellt werden, die geeignet sein sollen, Kachelmann zu entlasten, sagte Verteidiger Johann Schwenn am Mittwoch vor dem Landgericht Mannheim.

Schwenn bezog sich dabei auf Kontakte zu ehemaligen Geliebten des Moderators, die sowohl als Zeuginnen vor Gericht aussagten als auch der «Bunten» Interviews gegeben hatten. Auch dem «Focus» warf er vor, selektiv Prozessinformationen zu veröffentlichen, die nach Ansicht Schwenns das Verfahren zum Nachteil Kachelmanns beeinflussen sollten.

Er warf den Magazinen «üble Nachrede und Beeinflussung des Verfahrens» vor. Das Magazin «Focus» hatte am Montag dieser Woche eine neue angebliche Belastungszeugin präsentiert. Nach dem Antrag Schwenns wurde die Verhandlung für kurze Zeit zur Beratung unterbrochen.