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Kaltblütig und mit gezielten Stichen hat der Angeklagte einen 45-jährigen Mann und dessen 32 Jahre alte Ehefrau getötet. Zu der Bluttat war es im Mai vergangenen Jahres in der Wohnung des Ehepaars in einem Wohngebiet im Freiburger Stadtteil Rieselfeld gekommen.
Kaltblütig und mit gezielten Stichen hat der Angeklagte einen 45-jährigen Mann und dessen 32 Jahre alte Ehefrau getötet. Zu der Bluttat war es im Mai vergangenen Jahres in der Wohnung des Ehepaars in einem Wohngebiet im Freiburger Stadtteil Rieselfeld gekommen. © dpa
08.01.2013

Kaltblütiger Doppelmord mit gezielten Stichen

Freiburg (dpa/lsw) - Prozess um Blutbad im Wohngebiet: Ein 39-Jähriger soll in Freiburg zwei Menschen brutal ermordet haben. Nach Angaben der Ermittler ging es um Geld.

Knapp acht Monate nach dem gewaltsamen Tod eines Ehepaars in Freiburg hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder begonnen. Der 39 Jahre alte Elektromonteur habe aus Habgier und heimtückisch zwei Menschen erstochen, sagte Oberstaatsanwalt Edgar Villwock zum Auftakt des Prozesses vor dem Landgericht Freiburg am Dienstag. Er habe kaltblütig und mit gezielten Stichen einen 45-jährigen Mann und dessen 32 Jahre alte Ehefrau getötet. Die beiden seien von dem Täter ohne Vorwarnung und von hinten angegriffen worden, sie hätten keine Chance gehabt.

Zu der Bluttat war es im Mai vergangenen Jahres in der Wohnung des Ehepaars in einem Wohngebiet im Freiburger Stadtteil Rieselfeld gekommen. Auslöser war den Angaben zufolge Streit um Geld. Der Angeklagte hatte laut den Ermittlern bei seinem männlichen Opfer rund 24 000 Euro Schulden, hinzu kamen knapp 6000 Euro Zinsen. Weil er das Geld nicht zurückzahlen wollte, habe der 39-Jährige seine völlig ahnungs- und wehrlosen Opfer ermordet.

Der Angeklagte kündigte an, er werde sich nicht äußern. Seine Verteidigerin Annette Scharfenberg sagte, die Ermittlungen nach dem Doppelmord seien unzureichend gewesen. Die Schuld des Angeklagten sei nicht erwiesen. Auch ein Unbekannter könnte die Tat verübt haben.

Zudem sei das männliche Opfer in illegale Geldgeschäfte mit Russland verwickelt gewesen, dies habe die Staatsanwaltschaft nicht berücksichtigt. Der 39-Jährige war wenige Tage nach der Tat festgenommen worden, er sitzt seither in Haft. Er hat gegenüber den Ermittlern geschwiegen.

Der Prozess wird am Donnerstag (10. Januar/08.30) fortgesetzt. Es sind insgesamt neun Verhandlungstage angesetzt, es sollen elf Zeugen und acht Sachverständige gehört werden. Das Urteil ist für Ende Januar terminiert (Az.: 1 Ks 200 Js 13382/12).

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