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Kampfkandidatur um Vorsitz in der Südwest-CDU: Thomas Strobl gegen Winfried Mack (von links).
Kampfkandidatur um Vorsitz in der Südwest-CDU © dpa
27.06.2011

Kampfkandidatur um Vorsitz in der Südwest-CDU

STUTTGART. Der Nachfolger des scheidenden CDU-Landesvorsitzenden Stefan Mappus wird in einer Kampfabstimmung gekürt. Der Aalener Landtagsabgeordnete Winfried Mack gab am Montag überraschend seine Kandidatur bekannt.

Er tritt gegen den Heilbronner Bundestagsabgeordneten und CDU-Generalsekretär Thomas Strobl an. «Ich verstehe mich als Vertreter der Basis unserer Partei und möchte mit meiner Bewerbung unserer CDU in Baden-Württemberg bei dieser wichtigen Wahl eine Alternative bieten», teilte Mack mit.

Vier Monate nach der Niederlage bei der Landtagswahl bestimmt die Südwest-CDU bei ihrem Parteitag am 23. Juli in Ludwigsburg den neuen Vorsitzenden. In den vergangenen Wochen hatte sich Unmut geregt, weil niemand gegen Strobl antreten wollte. Dieser verkörpere keinen Neuanfang, sondern sei zu stark mit Mappus und dem historischen Machtverlust verbunden, hatte die Mittelstandsvereinigung der CDU kritisiert.

Ähnlich äußerte sich nun auch Mack: «Generalsekretär Thomas Strobl ist ein respektabler Kandidat. Wirkliche Erneuerung kann aber nur dann stattfinden, wenn es auch eine echte Wahlmöglichkeit gibt.» Er sei von niemandem gefragt oder zur Kandidatur aufgefordert worden, betonte Mack. «Deshalb bin ich innerlich absolut frei.»

Für den Fall seiner Wahl kündigte der CDU-Fraktionsvize an, eng mit Fraktionschef Peter Hauk zusammenzuarbeiten und sein Amt bürgernah und bodenständig auszuüben: Er werde in den Kreis-, Stadt- und Ortsverbänden präsent sein und die Sorgen und Nöte der kleinen Menschen aufnehmen. An dieser Bürgernähe habe es beim Milliardenprojekt Stuttgart 21 lange gemangelt, kritisierte Mack bei einer Pressekonferenz in Stuttgart: «Man hätte stärker auf die Bürger zugehen müssen, gerade in Stuttgart.»

Kritik übte er auch am Vorstoß der Bundes-CDU zur Abschaffung der Hauptschulen: Der Bund sei in der Bildungspolitik nicht zuständig. Wichtiger als Strukturfragen sei die Sicherung der schulischen Qualität.

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