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Gas geben ging schon ganz gut, nur die Bremse hat eine 21-jährige Frau nicht gefunden, als sie illegale Fahrübungen machte. Am Ende prallte sie gegen einen Wohnwagen und löste eine Serie von Folgeschäden aus.
Gas geben ging schon ganz gut, nur die Bremse hat eine 21-jährige Frau nicht gefunden, als sie illegale Fahrübungen machte. Am Ende prallte sie gegen einen Wohnwagen und löste eine Serie von Folgeschäden aus. © Symbolbild: dpa
10.08.2015

Karambolage-Serie: Frau prallt bei illegalen Fahrübungen gegen Camper

Karlsruhe. Nicht nur einen gehörigen Schrecken, sondern auch einige Prellungen hat ein 34-jähriger Mitarbeiter eines Zirkus erlitten, als er nach einem lauten Knall im Wohnwagen aus seinem Bett geschleudert wurde. Der Grund: Eine 21-jährige Frau hatte in einem Audi A3 bei unerlaubten Fahrübungen das Bremspedal nicht gefunden und war mit hohem Tempo über den Karlsruher Messplatz geschossen, durch mehrere Absperrungen gebrochen und gegen den Wohnwagen geprallt. Doch es kam noch schlimmer.

Am Sonntag um 3.30 Uhr fuhr die junge Frau mit ihrem 38-jährigen Bekannten, der auf dem Beifahrersitz als „Instruktor“, so die Polizei, fungierte, auf dem Messplatz herum, um sich im Autofahren zu üben. Aufgrund ihrer mangelnden Kenntnisse fand sie das Bremspedal nicht und durchbrach mit hoher Geschwindigkeit mehrere Zäune und Sperrgitter, hinter denen sich ein Zirkus niedergelassen hatte. Mit voller Wucht prallte sie gegen den Wohnwagen des 34-Jährigen, warf dabei den Mann aus dem Bett und schob seinen Wohnwagen gegen weitere dahinter stehende Camper. Ein Anhänger stieß dabei gegen einen Stromverteilerkasten und verursachte einen so schweren Schaden, dass der Notdienst der Stadtwerke Karlsruhe ausrücken musste.

Die Berufsfeuerwehr war gleichfalls im Einsatz. Die sechs Kräfte mussten sich um im Wohnwagen befindliche Gasflaschen kümmern, aus denen bereits Gas ausströmte. Ein Notarzt versorgte inzwischen mit einem Team den verletzten Schläfer aus dem demolierten Wohnwagen.

Wie sich herausstellte, hatte nicht nur die Fahrerin keinen Führerschein, auch der selbsternannte Fahrlehrer war nicht mehr im Besitz einer Fahrerlaubnis. Der Sachschaden wird auf über 30.000 Euro geschätzt. Die beiden Beschuldigten erwarten unter anderem Anzeigen wegen fahrlässiger Körperverletzung, Fahren ohne Fahrerlaubnis beziehungsweise Ermächtigen zum Fahren ohne Fahrerlaubnis und Straßenverkehrsgefährdung.