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Bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Karlsruhe beim dortigen Heroin-Projekt werden auf einem Tablett eine Spritze mit dem Wirkstoff Diamorphin (reines synthetisch hergestelltes Heroin, Handelsname Diaphin), Nadeln sowie ein Abklemmband gezeigt.
Karlsruher Heroinprojekt kein Modell mehr © dpa
11.01.2011

Karlsruher Heroinprojekt kein Modell mehr

KARLSRUHE. Aus dem Modell wird der Regelfall: Schwerst- Drogenabhängige können in Karlsruhe nun regulär künstliches Heroin bekommen. Das Regierungspräsidium Karlsruhe erteilte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) die Erlaubnis, den Ersatzstoff Diamorphin kontrolliert abzugeben.  

 

Die AWO Karlsruhe ist damit nach Angaben der Behörde vom Dienstag die erste Einrichtung dieser Art, die in Baden- Württemberg diese Erlaubnis erhalten hat. Die AWO gibt bereits seit dem Jahr 2002 im Rahmen eines Modellversuchs mit schwerstabhängigen Patienten Diamorphin ab. Die Erlaubnis dafür war vom Bund gegeben worden.

 

Die AWO erfülle alle gesetzlichen Voraussetzungen. Dazu gehörten etwa entsprechend qualifizierte Ärzte und ein funktionierendes Sicherheitskonzept bei Anlieferung, Lagerung und Ausgabe des Diamorphins. Daher sei ihr die Erlaubnis erteilt worden. Damit ist das Projekt kein Modell mehr, sondern es wurde eine beständige Anlaufstelle für Schwerstabhängige geschaffen.