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Karlsruher OB: Unmögliche Zustände in Flüchtlingsunterkünften.
Karlsruher OB: Unmögliche Zustände in Flüchtlingsunterkünften © Symbolbild dpa
08.08.2014

Karlsruher OB: Unmögliche Zustände in Flüchtlingsunterkünften

Karlsruhe. Die Stadt Karlsruhe fordert das Land wegen «völlig unmöglichen Zuständen bei der Unterbringung von Asylsuchenden» zum Handeln auf. Wie Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) sagte, müsse zügig über Alternativen nachgedacht werden.

Sozialbürgermeister Martin Lenz (SPD) fügte hinzu: «Die Situation ist in einigen Unterkünften dramatisch.» Eine Sprecherin der Stadt bestätigte die Äußerungen am Freitag.

Nachdem in der voll belegten Landeserstaufnahmestelle (Lea) in Karlsruhe vor einigen Wochen Masern ausgebrochen waren, wurden nach Druck aus Stuttgart vier Notquartiere in Karlsruhe eingerichtet - zusätzlich zu den in der Stadt bereits bestehenden neun Außenstellen. So leben beispielsweise in der Gartenhalle 240 Flüchtlinge. Nach der Entwarnung im Masern-Fall wurden diese Unterkünfte, in denen es zum Teil nicht einmal Duschen gibt, jedoch bis heute nicht aufgelöst. Sozialarbeiter hätten zudem berichtet, dass selbst Windeln und Babynahrung fehlten.