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Katja Mast will im Herbst nicht mehr bei der Wahl der Generalsekretärin der Landes-SPD antreten.
Katja Mast will im Herbst nicht mehr bei der Wahl der Generalsekretärin der Landes-SPD antreten. © dpa
13.05.2016

Katja Mast will nicht mehr bei Wahl zur SPD-Generalsekretärin antreten

Pforzheim. Die SPD in Baden-Württemberg will noch im Herbst dieses Jahres Neuwahlen ihres Landesvorstands vornehmen. Das kündigte SPD-Chef Nils Schmid nach einer Sitzung des Vorstands am Freitagnachmittag an. In diesem Zusammenhang kündigte die Pforzheimer Bundestagsabgeordnete und SPD-Landesgeneralsekretärin Katja Mast an, im Herbst nicht für eine erneute Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Sie wurde im Oktober 2011 in dieses Amt gewählt.

Katja Mast will nur noch bis zum Herbst, wenn neu gewählt wird, Generalsekretärin der SPD in Baden-Württemberg sein. Leichten Herzens tut sie das offenbar nicht. „Diese Entscheidung fällt mir nicht leicht. Aber ich will mich voll und ganz auf meine Aufgaben als Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Arbeit und Soziales in der Fraktion konzentrieren. Dabei geht es für mich um die Verbindung von sozialer Gerechtigkeit, Freiheit und Solidarität mit Zukunftsthemen“, so Mast. Der Landespartei gehe sie nicht verloren, denn als Vorsitzende der zwanzig SPD-Abgeordneten aus Baden-Württemberg gestalte sie weiter aktiv mit.

Der Weg sei nun frei für die Debatte, ob die SPD im Land weiter einen ehrenamtlichen Generalsekretär mit Mandat oder einen hauptamtlichen Generalsekretär ohne Mandat haben wolle. Diese Diskussion sei jetzt unabhängig von amtierenden Personen möglich, so Katja Mast. „Natürlich werde ich meine Funktion als Generalsekretärin bis zur Neuwahl mit der gleichen Leidenschaft wie bisher ausüben. Als Familienmensch freue ich mich aber auch, die eine oder andere Stunde mehr mit meinen Kindern und meinem Mann zu verbringen“, sagt Katja Mast.

„Wir wollen unseren Erneuerungsprozess wie angekündigt in diesem Jahr abschließen. Das betrifft Inhalte, Strukturen und – wo nötig – auch Personen. Damit kann die SPD in Baden-Württemberg zum Jahreswechsel mit neuer Kraft in die Bundestagswahl 2017 gehen. Das muss unser aller oberstes Ziel sein“, so Schmid. Der Landesvorstand hatte zuvor auf Vorschlag von Schmid einmütig einen neuen Landesparteitag für den Herbst auf den Weg gebracht, auf dem der gesamte Vorstand neu gewählt wird. Ursprünglich waren die turnusgemäßen Wahlen erst wieder im Herbst kommenden Jahres angesetzt.  

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