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22.11.2016

Kein Anspruch auf Klostermillionen - Ursprung des Geldes weiter unklar

Stuttgart. Im jahrelangen Rechtsstreit um die rätselhaften Klostermillionen von Neresheim hat das Oberlandesgericht Stuttgart Klagen auf Herausgabe eines Teils der Summe abgewiesen. Die Kläger hätten auch in diesem Berufungsverfahren ihre vermeintlichen Ansprüche auf gut eine Million Euro nicht ausreichend belegen können, sagte am Dienstag der Vorsitzende Richter Oliver Mosthaf. So hatte auch schon das Landgericht Ellwangen entschieden.

Ein früherer Abt des Benediktiner-Klosters hatte insgesamt vier Millionen Euro heimlich auf einem Wertpapier- und einem Spendenkonto gebunkert. Nach seinem Tod 2013 wurden die Unterlagen dazu in einem alten Sekretär gefunden. Das Wissen über die Herkunft nahm der Mönch mit ins Grab.

Die Benediktiner haben nach eigenen Angaben den Zufallsfund bisher nicht angerührt. Erst sollten alle möglichen Ansprüche geklärt sein. Bis dahin bleibe das Geld beim Kloster, hieß es.