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© Symbolbild Seibel
07.06.2019

Kein Ausweis dabei: Polizisten entdecken Prüfungsmanipulationen

Stuttgart. Das ist mal richtig dumm gelaufen: Weil ein türkischstämmiger Mann bei einer Autokontrolle keinen Ausweis vorlegen konnte, kamen Polizeibeamte der Verkehrspolizei am Mittwoch in Stuttgart möglichen Manipulationen mit theoretischen Führerscheinprüfungen und gefälschten Reisepässen auf die Spur. Die drei Männer im Alter von 34, 37 und 39 Jahren vorläufig festgenommen und danach wieder auf freien Fuß gesetzt.

Gegen 9.20 Uhr kontrollierten die Beamten einen mit drei Männern besetzten Ford Mondeo. Da der 39 Jahre alte türkischstämmige Beifahrer keinen Ausweis mit sich führte, durchsuchten die Beamten das Auto. Dabei entdeckten sie mehrere Ausweisdokumente, deren Inhaber nicht im Auto waren, zwei mutmaßlich verfälschte Personaldatenblätter aus griechischen Reisepässen, einen mutmaßlich verfälschten syrischen Reisepass sowie Dokumente, die im Zusammenhang mit theoretischen Führerscheinprüfungen standen.

Ermittlungen ergaben, dass die mutmaßlich verfälschten Personaldatenblätter sowie der verfälschte Reisepass die Namen von Führerscheinbewerbern enthielten, jedoch jeweils ein Passbild des 39-jährigen Beifahrers zeigten. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass der 39-Jährige die theoretischen Prüfungen anstelle der Führerscheinbewerber durchführen sollte.

Die noch losen Personaldatenblätter sollten vom 37 Jahre alten Mitfahrer, einem Iraker, in echte Reisepässe eingearbeitet werden. Der 34-jährige Fahrer ist ebenfalls Iraker.

Die Führerscheinstelle wurde über die Erkenntnisse informiert. Die Ermittlungen dauern an. Nach Abschluss der ersten polizeilichen Maßnahmen wurden die drei Tatverdächtigen vorerst auf freien Fuß gesetzt.