nach oben
Cannabis-Handel: Mehrere Festnahmen konnte die Heidelberger Polizei verbuchen.
Cannabis-Handel: Mehrere Festnahmen konnte die Heidelberger Polizei verbuchen. © dpa
05.12.2011

Kiloweise Cannabis verkauft: Mehrere Festnahmen

Heidelberg. Ein 35 Jahre alter Mann aus Herzogenrath (Nordrhein-Westfalen) soll in Baden-Württemberg mindestens elf Kilogramm Cannabis weiterverkauft haben. Die Droge sei zwischen Februar 2010 und Oktober 2011 an einen 28-Jährigen aus Leimen (Rhein-Neckar-Kreis) gegangen, teilte die Staatsanwaltschaft Heidelberg am Montag mit. Der 35-Jährige sei am Mittwoch vergangener Woche von Zivilfahndern der Heidelberger und Aachener Kriminalpolizei in seiner Wohnung in Herzogenrath festgenommen worden.

Beide Männer sitzen in Untersuchungshaft. Bei der Durchsuchung der Wohnung des 35-Jährigen wurden rund 500 Gramm Marihuana und 400 Euro vermutliches Dealgeld beschlagnahmt. Der Verdächtige legte ein Teilgeständnis ab. Demnach will er das Rauschgift in den Niederlanden erworben haben.

Das Verfahren war bereits Ende Februar 2011 ins Rollen gekommen, nachdem der Heidelberger Einsatzzug die Wohnung eines damals 19-Jährigen aus Eppelheim in einem anderen Verfahren durchsucht hatte. Dabei war er zufällig auf geringe Mengen Haschisch und Amphetamin gestoßen.

Bei den weiteren verdeckten Recherchen stießen die Fahnder des Rauschgiftdezernats der Heidelberger Kriminalpolizei Mitte Oktober 2011 auf einen 27-jährigen Heidelberger, der den Eppelheimer mit Drogen beliefert haben soll. Bei dessen Wohnungsdurchsuchung waren am 18. Oktober 2011 rund 800 Gramm Marihuana entdeckt worden.

Nur wenige Tage später am 21. Oktober klickten die Handschellen bei dem 28-jährigen Leimener. Er sitzt seitdem wegen des Vorwurfs, als Drogenlieferant des 27-jährigen Heidelberger fungiert zu haben, in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hatte gegen den 27-jährigen Heidelberger ebenfalls einen Haftbefehl erwirkt, der jedoch gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde. Der 19-jährige Eppelheimer war nach seiner Vernehmung und erkennungsdienstlichen Behandlung wieder auf freiem Fuß gesetzt worden.

Ob die Verdächtigen für weitere Drogenverkäufe im Heidelberger Raum verantwortlich sind, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei. pol