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Ein fünf Jahre altes Mädchen hat die Polizei verständigt, weil es vor einem geschlossenen Kindergarten stand.
Ein fünf Jahre altes Mädchen hat die Polizei verständigt, weil es vor einem geschlossenen Kindergarten stand. © Symbolbild: dpa
24.10.2011

Kindergarten geschlossen: Fünfjährige ruft Polizei

Karlsruhe. Darauf können die Eltern stolz sein: Ein fünfjähriges Mädchen, das sich plötzlich alleine vor einem verschlossenen Kindergarten in Karlsruhe wieder fand, hat in einer Telefonzelle die 110 gewählt und konnte so durch die Polizei wieder sicher nach Hause gebracht werden.

Das Mädchen war von seiner 11-jährigen Schwester beim Kindergarten abgeliefert worden, der aber an diesem Tag geschlossen war. Das Mädchen war also alleine vor verschlossener Tür gestanden. Aus einer Telefonzelle in der Karlsruher Wilhelmstraße wählte das Mädchen gegen 7.30 Uhr die Polizei-Notrufnummer 110. Das Mädchen konnte von dem Einsatzsachbearbeiter im Führungs- und Lagezentrum des Karlsruher Polizeipräsidiums bis zum Eintreffen einer Funkstreife in ein Gespräch verwickelt werden. Die vor Ort beorderte Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Südweststadt konnte dann das Kleinkind mit dem Kollegen telefonierend in der Telefonzelle antreffen und befragen. Artig gab das Kind seinen Namen preis und wusste, in der „Straße 1“ zu wohnen. So war es trotz des fehlenden Straßennamens noch reine Formsache, rasch den nahegelegenen Wohnort in der Südstadt ausfindig zu machen.

Wie sich beim Gespräch mit der Mutter herausstellte, hatte deren 11-jährige Tochter ihre kleine Schwester auftragsgemäß beim Kindergarten abgeliefert. Allerdings war es der Mutter anscheinend entgangen, dass die Betreuungseinrichtung an diesem Tag geschlossen blieb und das Mädchen alleine vor verschlossenen Türen stand. Pol