nach oben
Auf dem Weg in die neue Unterkunft in der Kirche St. Maria der Stiftung Liebenau: Asylbewerber aus Syrien.  Foto: dpa
Auf dem Weg in die neue Unterkunft in der Kirche St. Maria der Stiftung Liebenau: Asylbewerber aus Syrien. Foto: dpa
18.12.2015

Kirche St. Maria wird zum Heim von 52 Asylbewerbern aus Syrien und Irak

Sie leben nun dort, wo andere sonst beten: Flüchtlinge sind kurz vor Weihnachten in einer Kirche der Stiftung Liebenau in Meckenbeuren (Bodenseekreis) untergekommen. Mehrere Familien seien bereits eingetroffen, bestätigte am Freitag eine Sprecherin der Stiftung. Insgesamt soll die Kirche St. Maria 52 Asylbewerber aus Syrien und dem Irak beherbergen.

Die Asylbewerber schlafen in einem Veranstaltungsraum unterhalb der Kirche. Dort errichtete das Landratsamt mit Trennwänden Schlafräume mit Stockbetten und Spinden. Daneben gebe es Sanitärräume und eine Waschmaschine, sagte die Stiftungssprecherin. In der Kirche selbst wurden ein Aufenthalts- und Essraum sowie ein Spielbereich für Kinder eingerichtet. Auch ein Büro für Sozialarbeiter wurde geschaffen. Ein Drittel des Kirchenschiffs wurde dafür mit Messe-Wänden abgetrennt. Versorgt werden die Asylbewerber mit dem Catering der Stiftung.

„Es hat eigentlich nichts mit Weihnachten zu tun, wir wollen aber trotzdem ein Zeichen setzen, dass wir jeden Menschen wertschätzen“, sagte die Stiftungssprecherin. Normalerweise haben in der Kirche St. Maria 450 Menschen Platz. Der Gottesdienst wird nun verlegt, auf dem Gelände gebe es noch eine Schlosskapelle dafür.