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Kohlegegner gehen während einer Protestaktion des Bündnisses «Ende Gelände» vor dem Rheinhafen-Dampfkraftwerk vorbei. Bei dem Protest wurde eine Zufahrt des Kraftwerks blockiert. Foto: Julian Rettig/dpa
Kohlegegner gehen während einer Protestaktion des Bündnisses «Ende Gelände» vor dem Rheinhafen-Dampfkraftwerk vorbei. Bei dem Protest wurde eine Zufahrt des Kraftwerks blockiert. Foto: Julian Rettig/dpa
02.02.2019

Kohlegegner demonstrieren am EnBW-Kraftwerk im Karlsruher Rheinhafen

Karlsruhe. Zahlreiche Kohlegegner haben am Samstag am EnBW-Kraftwerk in Karlsruhe gegen die Vorschläge der Kohle-Kommission demonstriert. Die Organisation Ende Gelände war nach eigenen Angaben mit rund 150 Teilnehmern am und auf dem Gelände des Kraftwerks unterwegs. Aktivisten von Robin Wood entrollten nach Angaben einer Sprecherin an einem Hochwassersperrtor ein Transparent, auf dem sie forderten, die Verbrennung von Kohle jetzt zu beenden.

Die Polizei berichtete von 40 bis 50 Demonstranten, die am Morgen auf das Gelände gelangt waren. Weitere rund 50 Personen blieben vor dem Zaun. Die Aktion verlief friedlich. Unterstützung erhielten die Demonstranten von der Grünen Jugend und den Linken. «Dieses Zeichen, das hier heute gesetzt wird, ist notwendig und richtig. Der sogenannte Kohlekompromiss reicht bei weitem nicht, um die Klimakatastrophe aufzuhalten», teilte der Linken-Bundestagsabgeordnete Michel Brandt mit, der nach eigenen Angaben als parlamentarischer Beobachter am Kraftwerk war.

Nach Angaben einer EnBW-Sprecherin besetzten die Demonstranten ein Schiff, aus dem Kohle entladen werden sollte sowie Förderbänder. «Wir haben Verständnis und sehen das sehr gelassen», sagte die Sprecherin. Auf eine Anzeige habe man verzichtet. Sie wies darauf hin, dass EnBW seit Jahren die Strategie des Konzernumbaus verfolge und aus der Kohle aussteige.

Gegen Mittag einigten sich die Beteiligten, dass die Umweltschützer das Kraftwerksgelände am Nachmittag verlassen und ihre Proteste mit einer angemeldeten Demonstration beenden. Nach Angaben der Polizei zogen nach dem Ende des friedlichen Protests am Kraftwerk mehrere Demonstranten zu einer Abschlusskundgebung in die Karlsruher Innenstadt.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission hat ein Konzept für einen Ausstieg aus der Kohle-Verstromung bis spätestens 2038 vorgelegt. Dieses sieht Milliardensummen aus dem Staatshaushalt für den Strukturwandel vor. Vor allem in der Lausitz, im Mitteldeutschen sowie im Rheinischen Revier hängen noch Tausende Arbeitsplätze an der Kohle.

helmut
03.02.2019
Kohlegegner demonstrieren am EnBW-Kraftwerk im Karlsruher Rheinhafen

Forderungen aufstellen ist einfach. Die Veranstalter dieser Demo sollten man das Energieministerium übernehmen lassen. Dann werden die feststellen dass ohne Kohle und Atom mit dem kümmerlichen Rest der Energieerzeugung die Stromversorgung zusammenbricht. Hier ein Überblick über alle Stromerzeuger in Deutschland. Das kann jeder lesen. Liste von Kraftwerken in Deutschland – Wikipedia Dass die Steinkohleförderungbeendet ist bedeutet nicht dass es keinen Kohlestrom mehr gibt. Die ...... mehr...