nach oben
Eine Patronenhülse, die vermutlich von der Tatwaffe stammt, liegt vor dem Club „Grey“ in Konstanz auf dem Parkplatz. Ein Mann tötete dort nach einem Streit in der Diskothek einen Türsteher mit einem Sturmgewehr.  Foto: dpa
Eine Patronenhülse, die vermutlich von der Tatwaffe stammt, liegt vor dem Club „Grey“ in Konstanz auf dem Parkplatz. Ein Mann tötete dort nach einem Streit in der Diskothek einen Türsteher mit einem Sturmgewehr. Foto: dpa
01.08.2017

Konstanzer Todesschütze obduziert - Stand er unter Drogen?

Konstanz. Nach der tödlichen Schießerei an einer Konstanzer Disco prüfen Ermittler, ob der Täter unter Drogen stand. Der Leichnam des Todesschützen sei obduziert worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag. Ob Betäubungsmittel im Spiel waren, lasse sich derzeit aber noch nicht sagen. Auch die Leiche des getöteten Türstehers wurde untersucht. Aus dem Umfeld des Mannes hieß es, er solle am Donnerstag beerdigt werden.

Der 34 Jahre alte Todesschütze hatte in der Nacht zum Sonntag mit einem US-Sturmgewehr Schüsse an dem Tanzlokal im Konstanzer Industriegebiet abgefeuert. Dabei wurde ein Türsteher getötet, drei Menschen wurden schwer und sieben leicht verletzt. Der Täter starb nach einem Schusswechsel mit der Polizei später im Krankenhaus.

Der betroffene Club „Grey“ teilte unterdessen mit, bis Ende der Woche nicht mehr zu öffnen. „Wir bitten um Euer Verständnis, dass das ,Grey’ auch diesen Mittwoch noch geschlossen bleibt und wünschen allen Betroffenen und Verletzten weiterhin gute Besserung“, teilte der Betreiber gestern auf Facebook mit. Auf ihrer Homepage kündigte die Diskothek als nächste Veranstaltung eine Party für Freitagabend an. Die Einnahmen an diesem Abend sollen laut Medien an die Familien der Opfer gespendet werden.

Die Diskothek gedachte gestern auch dem getöteten Türsteher. Er habe sein Leben gegeben, um Gäste und Personal zu schützen, schrieben die Betreiber bei Facebook. „Du bist ein Held und wir werden Dich niemals vergessen.“