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Die ehemalige RAF-Terroristin Christa Eckes (Archivbild von 1974) soll trotz einer Erkrankung mit Beugehaft zur Aussage im Mordfall Buback gezwungen werden.
Die ehemalige RAF-Terroristin Christa Eckes (Archivbild von 1974) soll trotz einer Erkrankung mit Beugehaft zur Aussage im Mordfall Buback gezwungen werden. © dpa
13.12.2011

Kranke Ex-RAF-Terroristin Christa Eckes soll in Beugehaft

Stuttgart. Die ehemalige RAF-Terroristin Christa Eckes soll trotz einer Erkrankung mit Beugehaft zur Aussage im Mordfall Buback gezwungen werden. Wie das Oberlandesgericht Stuttgart am Dienstag bestätigte, erhielt Eckes eine Ladung zum Antritt der Beugehaft in das Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg (Baden-Württemberg). Nach Angaben ihres Anwalts ist Eckes an Leukämie erkrankt und befindet sich seit Anfang September in stationärer Behandlung.

Nach dem Beschluss des OLG soll Eckes über Gespräche mit der Ex-Terroristin Verena Becker berichten, die in Stuttgart wegen ihrer möglichen Beteiligung am Mordanschlag auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback im April 1977 angeklagt ist. Bei einer Vernehmung durch einen Richter im Krankenhaus hatte sich Eckes auf ein Recht zur Auskunftsverweigerung berufen.

Das OLG geht jedoch davon aus, dass Eckes im Gegensatz zu anderen ehemaligen RAF-Terroristen kein Auskunftsverweigerungsrecht zustehe, da sie nicht Gefahr laufe, sich selbst zu belasten. dpa