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Hände schütteln ist das Eine, aber können sich Grüne und CDU auch bundesweit die Hand für eine Koalition reichen? Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne, links) sieht nach den Atomausstiegsplänen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) durchaus Annäherungspotenzial.
Hände schütteln ist das Eine, aber können sich Grüne und CDU auch bundesweit die Hand für eine Koalition reichen? Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne, links) sieht nach den Atomausstiegsplänen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) durchaus Annäherungspotenzial. © dpa
13.06.2011

Kretschmann: Mit Atomausstieg fällt Hürde für Bündnis mit CDU

STUTTGART. Mit dem Atomaustieg von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist nach den Worten des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Windried Kretschmann (Grüne) „eine wesentliche Hürde“ für ein Bündnis seiner Partei mit der Union im Bund gefallen. „Die Verlängerung der Laufzeiten hat unüberbrückbare Gräben aufgerissen, die werden nun wieder eingeebnet“, sagte Kretschmann.

Eine Koalition von Union und Grünen werde dadurch aber nicht zu einer zwingenden Option für die Bundestagswahl 2013. Zugleich lobte Kretschmann den Kurswechsel der Kanzlerin in der Energiepolitik als mutig. Trotz aller berechtigten Kritik verdiene „Angela Merkel großen Respekt“ für ihre Entscheidung, sagte der Grünen-Politiker: „Ich kann mich in ihre Rolle versetzen. Das ist eine schwierige Kehrtwende, mit der sie innerparteilich ein hohes Risiko eingeht.“

Skeptisch äußerte sich Deutschlands erster grüner Ministerpräsident hingegen zum Zustand der SPD. Die Sozialdemokraten hätten ihren Weg noch nicht gefunden: „Ich sehe große Unsicherheit und großes Schwanken.“ Die zeige sich zum Beispiel in der Debatte über eine mögliche Kanzlerkandidatur des früheren Finanzministers Peer Steinbrück. dpa

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