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Foto: Symbolbild © dpa
27.10.2015

Kretschmann weist Tübingens OB Palmer in Asyldebatte in die Schranken

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat seinen Parteifreund Boris Palmer wegen dessen Kritik an der Flüchtlingspolitik zurechtgewiesen. «Man kann keine Politik mit Überschriften machen», sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. «Er äußert sich in einem Bereich, auf den er so gut wie keinen Einfluss hat.»

Palmer hatte in einem Beitrag in der Zeitung «Die Welt» geschrieben, eine Deckelung der Zugangszahlen sei unumgänglich: «Unter den jetzigen Bedingungen, wo täglich 10 000 Flüchtlinge nach Deutschland kommen, schaffen wir das nicht.»

Man könne aber nicht einfach solche Zahlen durchspielen, erwiderte Kretschmann. «Da ist jetzt mit dem Boris Palmer der Mathematiker durchgegangen.» Schon mehrere Grünen-Politiker hatten Palmers Aussagen kritisiert.

Kretschmann zeigte aber Verständnis für Beschwerden aus den Kommunen, die vor großen Problemen stünden. «Palmer ist ein aufrechter Grüner und ich schätze ihn, aber da hat er sich etwas verrannt.»

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