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Winfried Kretschmann hält nicht viel von der Burka, will sie jedoch nicht verbieten.
Winfried Kretschmann hält nicht viel von der Burka, will sie jedoch nicht verbieten. © dpa
13.10.2015

Kretschmann will Burka nicht verbieten

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich gegen das Tragen von Burkas ausgesprochen, hält aber im Gegensatz zu CDU-Politikern kein Verbot für nötig. Es gebe nur eine winzige Zahl von Burka-Trägerinnen, so dass er keinen Grund für eine Verbotsdebatte sehe, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart.

In einer freien Gesellschaft könne sich jeder so anziehen, wie er wolle - aber es gebe Grenzen. «Man kann nicht beliebig nackt in der Gegend rumlaufen und nicht so rumlaufen, dass man nicht mehr weiß, wer das ist», sagte Kretschmann. Zu den Mindeststandards gehörten ein offenes Gesicht und unbedeckte Hände. Bei einer Burka handelt es sich um eine islamische Ganzkörper-Verschleierung für Frauen.

CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf und CDU-Integrationsexperte Bernhard Lasotta hatten sich für ein Burka-Verbot ausgesprochen. «Ich fordere ein Verbot der Vollverschleierung auf öffentlichen Straßen, Plätzen und in öffentlichen Gebäuden, weil ansonsten keine Integration in unsere Gesellschaft möglich ist», sagte Lasotta der «Heilbronner Stimme» und dem «Mannheimer Morgen» (Dienstag).

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