nach oben
Gegner,  aber keine Feinde: Stefan Mappus  (links) und Winfried Kretschmann.
Gegner, aber keine Feinde: Stefan Mappus (links) und Winfried Kretschmann.
18.03.2011

Kretschmann will im Zweifel mit Mappus verhandeln

BERLIN/STUTTGART. Grünen-Spitzenkandidat Winfried Kretschmann schließt trotz des Atomstreits eine Koalition mit der CDU von Ministerpräsident Stefan nicht aus.

«Ich werbe für den klaren Wechsel mit Grün-Rot oder Rot-Grün», sagte Kretschmann der Berliner «tageszeitung» («taz», Samstag). «Aber wenn der Wähler anders entscheidet, müssen wir mit allen reden können, auch mit der FDP, den Linken und der CDU. Auch mit Mappus wird in Ausnahmesituationen geredet und verhandelt», sagte der Fraktionschef. Schon bisher hatte sich Kretschmann gegen «Ausschließeritis» in der Koalitionsfrage gewandt.

Zuletzt hat er aber auch deutlich gemacht, wie weit CDU und Grüne wegen der Atompolitik und des Streits um Stuttgart 21 auseinanderliegen. «Dadurch sind für uns unüberwindbare Gräben entstanden», sagte der Grünen-Vormann am Dienstagabend bei einer Podiumsdiskussion der «Stuttgarter Nachrichten». Auch Mappus hat mehrfach bekräftigt, dass eine schwarz-grüne Koalition äußerst unwahrscheinlich sei. dpa