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Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) gibt ein Statement zu den Prognosen der Bundestagswahl 2017.
Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) gibt ein Statement zu den Prognosen der Bundestagswahl 2017. © dpa
25.09.2017

Künftig 96 Abgeordnete aus Baden-Württemberg im Bundestag

Stuttgart (dpa/lsw) - Im 19. Bundestag sitzen künftig 96 Abgeordnete aus Baden-Württemberg. Das sind 18 mehr als bislang.

Zurückzuführen ist das darauf, dass mit AfD und FDP wieder mehr kleine Parteien im Bundestag vertreten sind, wie der Freiburger Politologe Michael Wehner am Montag erläuterte. Anders als vor vier Jahren ist die CDU in Baden-Württemberg nur über ihre Direktmandate im Parlament vertreten. Sie errang über die Erststimmen bei der Wahl am Sonntag alle 38 Direktmandate und ist nun mit ebenso vielen Sitzen im Parlament vertreten.

Bislang repräsentierten 43 Abgeordnete die baden-württembergische CDU, darunter auch Listen-Kandidaten. Wie das Statistische Landesamt in Stuttgart weiter mitteilte, ist nur die CDU-Landesgruppe aus Nordrhein-Westfalen mit 42 Mitgliedern größer. Die bayerische CSU kommt auf 46 Abgeordnete im neuen Parlament, in dem insgesamt 709 Volksvertreter sitzen werden.

Die SPD schickt über ihre Landesliste 16 (2013: 20) Männer und Frauen nach Berlin. Darunter sind die Spitzenkandidatin und SPD-Landeschefin Leni Breymaier (Wahlkreis Aalen-Heidenheim), die Vertreterin des linken Flügels der Partei, Hilde Mattheis, aus Ulm sowie die frühere SPD-Generalsekretärin Katja Mast (Wahlkreis Pforzheim) und die Fraktionsvize und frühere SPD-Landeschefin Ute Vogt (Stuttgart I).

Für die Grünen kommen 13 (2013: 10) Politiker in den Bundestag, darunter die Spitzenkandidaten Cem Özdemir (Wahlreis Stuttgart I) und Kerstin Andreae aus Freiburg. Auch die grüne Atomexpertin Sylvia Kotting-Uhl aus Karlsruhe ist wieder im Parlament.

Die FDP mit ihrem Spitzenkandidaten Michael Theurer aus Karlsruhe zieht mit 12 Mitgliedern in das Parlament ein. Für die AfD gehen elf Männer und Frauen nach Berlin, darunter Spitzenkandidatin Alice Weidel vom Bodensee, der Stuttgarter Wirtschaftsprofessor Lothar Maier und der AfD-Vordenker Marc Jongen aus Karlsruhe. Die Linke ist mit ihrem Bundeschef und Spitzenkandidaten Bernd Riexinger aus Stuttgart sowie fünf weiteren Abgeordneten vertreten. Bislang war die baden-württembergische Linke mit fünf Parlamentariern vertreten.

helmut
25.09.2017
Künftig 96 Abgeordnete aus Baden-Württemberg im Bundestag

Schön für die CDU. Schlecht für unsere Demokratie. Dazu einer der noch ein Funken Gerechtigkeitsgefühl und Anstand besitzt: Lammert dringt auf Änderung beim Wahlgesetz in letzter Minute (12.02.17) „So wie es jetzt ist, ist es nur schwer vertretbar“, sagt der Bundestagspräsident. Es geht um Überhangmandate und die Möglichkeit eines allzu aufgeblähten Parlaments. Können sich die Abgeordneten nicht auf eine Änderung im Wahlrecht einigen, droht im Herbst ein übergroßer Bundestag. Am ...... mehr...

dasbinichnicht
25.09.2017
Künftig 96 Abgeordnete aus Baden-Württemberg im Bundestag

Da trotz Überhang- und Ausgleichsmandaten in der Gesamtheit nicht mehr gearbeitet wird, müsste eigentlich das Gehalt von allen entsprechend angepasst werden... mehr...

Faelchle
25.09.2017
Künftig 96 Abgeordnete aus Baden-Württemberg im Bundestag

Da kann ich nur zustimmen, das sind so Dinge, die zu einer Politikverdrossenheit führen können. Könnte auch zu einer Erschwernis einer effektiven parlamentarischen Arbeit werden. mehr...

Störtebeker
26.09.2017
Künftig 96 Abgeordnete aus Baden-Württemberg im Bundestag

Momentan bekommen die Abgeordneten seit 1.7.2017 Diäten in Höhe von 9541,74 Euro monatlich und die Fraktionsvorsitzenden erhalten noch einen Zuschlag von 50% ihrer Bezüge. mehr...